Er ist Sachsens erster Sex-Beauftragter!

Vereint gegen Intoleranz und Diskriminierung: Lara Liqueur (l.), Petra 
Köpping und der neue Beauftragte Frank-Peter Wieth.
Vereint gegen Intoleranz und Diskriminierung: Lara Liqueur (l.), Petra Köpping und der neue Beauftragte Frank-Peter Wieth.  © Norbert Neumann

Dresden - Doppelte Kraftanstrengung für mehr Toleranz: Ab sofort hat der Freistaat nicht nur einen eigenen Beauftragten für die Belange von Menschen mit anderer Sexualität. Auch der dazugehörige Landesplan kommt ins Rollen - nach langen Debatten.

Der Mann heißt Frank-Peter Wieth und ist bislang bereits Leiter des Geschäftsbereichs Gleichstellung bei Fach-Ministerin Petra Köpping (59, SPD). Jetzt darf er sich auch Landesbeauftragter für die Belange von LSBTTIQ nennen. Das ist die politische korrekte Abkürzung für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell, Transident, Intersexuell, Queer.

Wieths Aufgabe ist die Steigerung der Akzeptanz für alle oben benannten. Der Landesaktionsplan dient als Arbeitsgrundlage. So gibt es künftig Aufklärungsprogramme, vor allem für den ländlichen Raum, aber auch eine bessere Vernetzung der Gruppen selbst.

Kritik äußerte die Landtagsabgeordnete Sarah Buddeberg (35, Linke). Sie bemängelte unter anderem fehlende Strategien für die LSBTTIQ-Aufklärung an Schulen.

Und der Dresdner Travestie-Künstler Lars Stosch (22) alias Lara Liqueur sagte: „Bei aller Freude: Es ist traurig, dass es im 21. Jahrhundert überhaupt noch so einen Plan braucht.“


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