Er sitzt schon im Knast: Warum gibt es keine Anklage im Auto-Mord?

Robert G. (31) sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.
Robert G. (31) sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.  © Polizei

Chemnitz/Breitenau - Der eiskalte Mord erschütterte ganz Breitenau (bei Flöha): Mitten auf einem Feld wurde der Chemnitzer Rico S. (38) am 4. April 2017 brutal von einem Auto überfahren und dabei getötet (TAG24 berichtete). Ein mutmaßlicher Mörder sitzt zwar im Knast - doch noch gibt es keine Anklage.

Als tatverdächtig gilt Robert G. (31) aus Niederwiesa. Der Mann war in der Gegend bekannt, Nachbarn munkelten über Mauscheleien mit geklauten Autos. Bisher steht aber nur fest: Rico S. wollte vom Tatverdächtigen einen Mercedes kaufen, für rund 20.000 Euro.

Dafür trafen sich beide in Plauen - Rico S. reiste mit einer Sporttasche voller Bargeld an. Was dann geschah, ist bisher noch unklar. Und was geschah auf der rund 100 Kilometer langen Strecke zwischen Plauen und dem späteren Tatort?

Offenbar gehen selbst die Ermittler nicht davon aus, dass Robert G. die Tat allein begangen hat. Auch fast fünf Monate nach der Tat ermitteln sie noch. Gibt es noch weitere Mittäter, wie schon kurz nach der Tat vermutet wurde? Die Fahnder schweigen.

Eine Anklage gibt’s noch nicht. Ingrid Burghart (53), Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz: „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.“ Robert G. sitzt weiterhin schweigend in Untersuchungshaft.

Hier geschah der eiskalte Mord, Freunde des Opfers haben Blumen 
niedergelegt.
Hier geschah der eiskalte Mord, Freunde des Opfers haben Blumen niedergelegt.  © Haertelpress

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