"Er wollte Sex": 19-Jähriger gesteht versuchte Vergewaltigung einer Rentnerin

Halle (Saale) - Es ist eine unfassbare Tat, die ein 19-jähriger Mann im August 2018 begangen haben soll: Der Somalier sei in die Wohnung einer Rentnerin (74) eingedrungen, habe sie geschlagen, gewürgt und versucht zu vergewaltigen (TAG24 berichtete). Das letztere Vorhaben scheiterte. Nun hat der mutmaßliche Täter gestanden.

Nach einer durchzechten Nacht drang der Afrikaner (19) und das Schlafzimmer der Rentnerin (74) ein und soll versucht haben, sie zu vergewaltigen. (Symbolbild)
Nach einer durchzechten Nacht drang der Afrikaner (19) und das Schlafzimmer der Rentnerin (74) ein und soll versucht haben, sie zu vergewaltigen. (Symbolbild)  © 123RF

Der junge Mann war in der Nacht zum 11. August durch das Schlafzimmerfenster in die Seniorenwohnung in Halle-Neustadt eingedrungen (TAG24 berichtete). Der Grund: "Weil er Sex wollte", sagte sein Verteidiger Björn Fehse laut "MZ".

Er versuchte, die Rentnerin zu vergewaltigen, schlug auf sie ein, würgte sie. Dem Bericht zufolge gelang es der Frau durch Drücken eines Alarmknopfs den Täter in die Flucht zu schlagen. Später konnte der 19-Jährige laut "MZ" durch einen DNA-Abgleich und über sein am Tatort vergessenes Handy identifiziert werden. Seit 18. August sitzt er in U-Haft.

Der Afrikaner hat am Dienstag am Landgericht Halle gestanden, die Tat begangen zu haben. Er ist wegen versuchter Vergewaltigung, Körperverletzung und Einbruchdiebstahls angeklagt.

"Mein Mandant beteuert, dass es ihm alles sehr leid tut", erklärte Fehse für den Somalier. Laut seinen Schilderungen soll er am Abend des 10. August nach einem Diskobesuch betrunken durch die Stadt gelaufen und dann vor dem Seniorenwohnheim gelandet sein. Musik habe ihn dem Bericht zufolge angezogen.

Täter verletzt Rentnerin schwer, weil er "einfach besoffen" war

"Ich war einfach besoffen", antwortete der Angeklagte auf die Frage, weshalb er auch nach den Abwehrversuchen der Frau auf sie einschlug und sie würgte.

Zunächst wollte sich der 19-Jährige laut "MZ" zu den Anschuldigungen nicht äußern. Doch nach kurzer Beratung und mit dem Verweis, dass ihm im Falle eines Geständnisses "nur" sieben Jahre Jugendstrafe drohen, gestand er. Ansonsten wäre die Strafe höher ausgefallen.

Die 74-jährige Frau, die nach der Tat mit schweren Verletzungen und einer Hirnblutung in eine Klinik eingeliefert wurde, wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen.

Es sind noch mehrere Verhandlungstermine angesetzt.

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