Erdbeermond & Meteoriden: Spektakuläre Aktivität im Weltall zu sehen

Weltall - Jede Menge Aktivität über unseren Köpfen! Wer gern zu den Sternen schaut, kann in diesen Tagen viel Spannendes sehen!

Viele Sternschnuppen wie hier direkt neben der Milchstraße sind in den kommenden Nächsten zu sehen.
Viele Sternschnuppen wie hier direkt neben der Milchstraße sind in den kommenden Nächsten zu sehen.  © Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Im Juni kann der Nachthimmel besonders ereignisreich sein. Denn im Weltall ist allerhand Bewegung. So sorgen viele Meteorströme für Sternschnuppen. Außerdem kann man jetzt den Jupiter, unseren größten Planeten im Sonnensystem, besonders hell und groß leuchten sehen. Beobachter aufgepasst: Der Jupiter zeigt sich jetzt so groß wie in den nächsten fünf Jahren nicht!

Zu den Sternschnuppen: Jetzt gerade sind die Arietiden aktiv. Ein Meteorstrom, der leider hauptsächlich tagsüber für jede Menge Sternschnuppen sorgt. Tagsüber sind diese nicht sichtbar. Sei es drum. Es folgen noch mehr Aktivitäten. Im Juni sprechen Experten davon, dass es fast täglich zu einem sogenannten Aktivitätsmaximum an Sternschnuppen kommt.

Sichtbar werden zum Beispiel im Nachthimmel die "Libriden". Am 8. und 9. Juni strömt dieser Meteorstrom durchs All. Dann kommen die Juni-Lyriden, sichtbar vom 11. bis 21. Juni. Selbstverständlich nur, wenn keine Wolken am Himmel sind.

Am 14. Juni sind gegen Mitternacht die Sternschnuppen des Scorpius-Sagittarius-Stroms zu sehen. Und Ende Juni kommen die Juni-Bootiden und die Corviden. Daher sprechend Experten von einem Aktivitätsmaximum. Jede Menge Action im All.

Erdbeermond, Hasenmond und Blumenmond

Orange-rötlich war am 20.06.2016 der Mond zu sehen. Die kam dazu, weil der Juni-Vollmond genau auf die Sommersonnenwende traf.
Orange-rötlich war am 20.06.2016 der Mond zu sehen. Die kam dazu, weil der Juni-Vollmond genau auf die Sommersonnenwende traf.  © Foto: Paul Zinken/dpa

Auch der Mond sorgt in diesen Tagen für ein Special! Denn es kommt zur kürzesten Vollmondnacht des Jahres! Am 17. Juni um Punkt 10.31 Uhr erreicht der Mond seine Vollmondphase. Die Nacht davor ist die kürzeste Vollmondnacht des Jahres.

Weil das so spannend ist, hat der Vollmond im Juni einen besonderen Namen. Erdbeermond ist wohl der verbreitetste. Dieser Begriff stammt vom nordamerikanischen Stamm der Algonkin. Weil in dieser Zeit die Walderdbeeren besonders gut wachsen, nannten die Algonkin-Ureinwohner den Mond Strawberry Moon. Aber auch die Bezeichnungen Hasenmond oder Blumenmond sind verbreitet.

Zu Verwechslungen sorgt der Erdbeermond regelmäßig in Bezug zur Sommersonnenwende, dann leuchtet er nämlich besonders rötlich. Diese beiden Ereignisse treffen jedoch zeitlich ganz selten zusammen, trotzdem werden sie immer wieder miteinander in Verbindung gebracht. Das lag daran, dass es im Jahr 2016 in Amerika zufällig zu dieser zeitlichen Überlappung kam. Dem ist aber erst wieder im Jahr 2062 so. Selbst in Europa war damals ein kleines Zeitfenster zwischen den Ereignissen.

Die Sommersonnenwende ist dieses Jahr am 21. Juni, genauer gesagt um 17.54 Uhr. Sie bedeutet den astrologischen Sommerbeginn. Ab da werden die Nächte wieder länger und die Tage kürzer.

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