12 Verletzte: Gefahrguteinsatz in Erfurter Wohngebiet

Notärzte betreuten die Verletzten aus dem Hochhaus in einem Sanitätszelt.
Notärzte betreuten die Verletzten aus dem Hochhaus in einem Sanitätszelt.  © Matthias Gränzdörfer

Erfurt - Wegen eines vermeintlichen Gefahrguteinsatzes musste am Sonntagabend die Feuerwehr mit einem Großaufgebot im Norden der Landeshauptstadt anrücken.

Nach ersten Informationen kam es in einem Hochhaus in der Mainzer Straße zu einem sogenannten Gefahrguteinsatz. Dabei soll eine unbekannte Flüssigkeit in einem Hausflur verteilt worden sein.

Wie Lars Angler vom Einsatzleitdienst der Berufsfeuerwehr Erfurt mitteilte, hätten mehrere Personen über starke Atemwegsbeschwerden geklagt. Mit 56 Einsatzkräften sei man angerückt.

Weiterhin erklärte er, dass die unbekannte, sich verflüchtigende, Flüssigkeit offenbar im Hauseingangsbereich ausgebracht worden sei. Insgesamt 12 Personen, darunter ein Kind, wurden notärztlich versorgt. Zehn Bewohner des Hauses wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Mit sogenannten Fluchthauben wurden die Anwohner in Sicherheit gebracht.
Mit sogenannten Fluchthauben wurden die Anwohner in Sicherheit gebracht.  © Matthias Gränzdörfer

Zeugen berichteten gegenüber TAG24, dass eine unbekannte Person im Hausflur gesichtet wurde. Diese sei dann in Richtung einer Straßenbahnhaltestelle geflüchtet. Die Polizei wollte sich vor Ort aus ermittlungstaktischen Gründen nicht dazu äußern.

Gefahrgutspezialisten der Feuerwehr nahmen Proben im Gebäude, konnten aber nichts mehr feststellen. Anschließend wurde das mehrgeschossige Haus noch belüftet.

Die Kriminalpolizei sicherte ebenfalls Spuren im Gebäude. Der Einsatz waren gegen 23:30 Uhr beendet.

Einsatzkräfte der Feuerwehr werten die im Hausflur genommenen Proben aus.
Einsatzkräfte der Feuerwehr werten die im Hausflur genommenen Proben aus.  © Tom Wunderlich
Ein Trupp unter Atemschutz bringt die vermeintliche Flüssigkeit zur Untersuchung heraus.
Ein Trupp unter Atemschutz bringt die vermeintliche Flüssigkeit zur Untersuchung heraus.  © Tom Wunderlich

Titelfoto: Tom Wunderlich


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