Mahnmal vor Höcke-Haus: Prüfung der Vorwürfe gegen Staatsanwalt dauert an

Erfurt/Gera - Nach den eingestellten Ermittlungen gegen die Künstlergruppe "Zentrum für politische Schönheit" beschäftigen Vorwürfe gegen den dafür verantwortlichen Geraer Staatsanwalt weiterhin die Justiz.

Morius Enden und Jenni Moli, Mitglieder des Künstlerkollektivs Zentrum für Politische Schönheit, stehen in einem verkleinerten Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals in Sichtweite des Grundstücks von AfD-Politiker Höcke.
Morius Enden und Jenni Moli, Mitglieder des Künstlerkollektivs Zentrum für Politische Schönheit, stehen in einem verkleinerten Nachbau des Berliner Holocaust-Mahnmals in Sichtweite des Grundstücks von AfD-Politiker Höcke.  © dpa/Swen Pförtner

Die Prüfung der Vorwürfe dauere an, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Es sei nicht absehbar, wann sie beendet sein werde. Auch die Staatsanwaltschaft Gera ist demnach an der Prüfung beteiligt. Der kritisierte Staatsanwalt hatte wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen die Künstlergruppe ermittelt.

Hintergrund des Verfahrens war der Nachbau des Berliner Holocaust-Denkmals durch die Aktivisten in Sichtweite zum privaten Wohnhaus des Thüringer AfD-Parteichefs Björn Höcke im Eichsfeld, was bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Der Geraer Staatsanwalt, der auch Pressesprecher der Behörde war, stand im Frühjahr auch wegen anderer Ermittlungen in der Kritik. Im April wurde er vorläufig von seinen bisherigen Aufgaben entbunden.

Nach Angaben einer Sprecherin bearbeite er derzeit Ermittlungen im Zusammenhängen mit Bränden sowie allgemeine Strafsachen gegen Erwachsene.

Diese Stelen hatte die Gruppe auf ein naheliegendes Nachbargrundstück des AfD-Politikers gestellt.
Diese Stelen hatte die Gruppe auf ein naheliegendes Nachbargrundstück des AfD-Politikers gestellt.  © DPA/WichmannTV

Titelfoto: DPA/WichmannTV

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