Bekannten der Schwester Misshandelt: Plädoyers erwartet

Die Brüder stehen in Erfurt vor Gericht.
Die Brüder stehen in Erfurt vor Gericht.  © DPA

Erfurt – Im Prozess gegen zwei Brüder, die einen afghanischen Flüchtling schwer misshandelt haben sollen, werden am Montag die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung erwartet.

Unmittelbar zuvor solle noch ein weiteres Beweismittel in der Hauptverhandlung zur Sprache kommen, sagte der Vorsitzende Richter der zuständigen Strafkammer des Landgerichts Erfurt im Vorfeld.

Den Männern tschetschenischer Herkunft wird vorgeworfen, Ende vergangenen Jahres den Afghanen auf einem Feld in Erfurt zusammengeschlagen zu haben, weil er Kontakt zu ihrer Schwester an ihrer muslimisch geprägten Familie vorbei gehabt habe.

Im bisherigen Verlauf des Prozesses haben die Beschuldigten Schläge und Tritte gegen den Flüchtling eingeräumt, aber ihr Motiv anders dargestellt als die Anklagebehörde. Der Mann habe ihre Schwester bedroht, hatten sie erklärt.

Das hatte der Afghane bei seiner Vernehmung vor Gericht eingeräumt. Möglicherweise wird am Montag auch gleich ein Urteil gesprochen.

Update, 12.05 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Erfurt forderte am Montag vor dem Landgericht Erfurt jeweils sechseinhalb Jahre Haft für die Männer. Der Nebenklagevertreter des Opfers schloss sich dem Antrag an.

Titelfoto: DPA


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