Großeinsatz in Erfurt: Innenstadt weiträumig abgesperrt

Ein mit einer Maschinenpistole bewaffneter Polizist bewegt sich durch eine Absperrung am Anger. Der Einsatz von ihm und seinen Kollegen könnte nun richtig teuer werden.
Ein mit einer Maschinenpistole bewaffneter Polizist bewegt sich durch eine Absperrung am Anger. Der Einsatz von ihm und seinen Kollegen könnte nun richtig teuer werden.  © Tom Wunderlich

Erfurt - Aufregung in Thüringen: Am Sonntagmittag kam es in Erfurt zu einem Großeinsatz der Polizei.

Die Innenstadt wurde weiträumig abgesperrt, über der Stadt kreist ein Hubschrauber.

Offenbar soll sich eine Person im Parkhaus am Anger 1 verschanzt haben. Sie soll bewaffnet sein. Es ist von einer "Bedrohungslage" die Rede.

Die Polizei bekam gegen 12.45 Uhr einen Hinweis aus der Bevölkerung.

Kurz darauf war die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort, auch Spezialkräfte wurden angefordert.

Schwer bewaffnete Polizisten nähern sich der nächsten Parkebene um diese abzusuchen.
Schwer bewaffnete Polizisten nähern sich der nächsten Parkebene um diese abzusuchen.

Update 15.20 Uhr: Mittlerweile werden mehr Details zu dem Polizeieinsatz am Anger in Erfurt bekannt. Wie Michael Rothe (57), Sprecher der Polizei Erfurt, mitteilte habe man gegen 12.50 Uhr einen Notruf erhalten. Demnach sei mindestens eine bewaffnete Person im Parkhaus "Anger 1".

Daraufhin habe man mit einem Großaufgebot die umliegenden Straße, z.B. den Juri-Gagarin-Ring" komplett abgeriegelt. Außerdem wurde ein Nagelbrett vor der Ausfahrt ausgelegt um eine mögliche Flucht zu verhindern.

"Wir konnten zwei junge deutsche Männer feststellen, die mutmaßlich im Besitz einer Spielzeugwaffe waren", sagte Rothe weiter. Kurios: Diese beiden 16-Jährigen sollen auch den Notruf gewählt haben und der Polizei nicht ganz unbekannt sein. Nur durch Zufall seien die Jugendlichen festgestellt worden.

Im Nachgang meldete sich ein Zeuge bei der Polizei, welcher mitbekommen hatte, dass die Jugendlichen sich im Vorfeld der Tat über die Ausführung abgesprochen hatten.

An dem Einsatz waren zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt, darunter Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes, ein Polizeihubschrauber sowie Unterstützungskräfte der Bundespolizei.

Es wurden Ermittlungen wegen des Verdachts des Missbrauch von Notrufen aufgenommen.

Update 14.45: Die Absperrungen sind aufgehoben. Die Polizei spricht von drei Deutschen, die den Einsatz mit einer Spielzeugwaffe ausgelöst hätten. Derzeit wird das Parkhaus am Anger durchsucht.

Das Parkhaus des Kaufhauses "Anger 1" wurde von der Polizei durchsucht.
Das Parkhaus des Kaufhauses "Anger 1" wurde von der Polizei durchsucht.  © Matthias Gränzdörfer

Titelfoto: Tom Wunderlich


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