Mehr Straftaten durch Ausländer: Kriminalität in Thüringen gestiegen

Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) stellt die neue Kriminalitätsstatistik vor.
Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) stellt die neue Kriminalitätsstatistik vor.  © DPA

Erfurt - In Thüringen ist die Zahl der Straftaten gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 149.000 - und damit 6,4 Prozent als ein Jahr zuvor. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik hervor, die am Donnerstag vorgelegt wird.

Ein Grund für die Zunahme ist demnach die gestiegene Zahl von Straftaten, die von Ausländern begangen wurden.

Fast 64 Prozent aller Kriminalitätsfälle wurden laut der Statistik aufgeklärt. Damit liegt Thüringen über dem Bundesdurchschnitt.

Details wollen Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) und der Präsident des Landeskriminalamts, Frank-Michael Schwarz, bei der Vorlage des Berichts nennen.

Nach einem Bericht von MDR Thüringen ist die Zahl der Einbrüche in Einfamilienhäuser und Wohnungen leicht zurückgegangen. 2016 hat die Polizei demnach landesweit in 1400 Fällen ermittelt, im Jahr zuvor waren es 1480. Verglichen mit fünf Jahren zuvor sei das aber noch immer ein hohes Niveau. 2011 zählte die Polizei 920 Einbrüche in Häuser und Wohnungen.

Laut MDR zeigt die Statistik aber auch, dass die Zahl der Einbrüche in Erfurt gegen den landesweiten Trend weiter gestiegen ist. In der Landeshauptstadt wurden demnach im vergangenen Jahr 295 Fälle gezählt, nach 214 im Jahr 2015.

Die Kriminalpolizei Erfurt hatte aufgrund der massiv gestiegenen Einbruchszahlen bereits Anfang 2016 eine Sonderkommission gegründet.


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