Keine Zwangsfusion bei Sparkassen wegen Gebietsreform

Die Sparkassenstruktur in Thüringen soll trotz Reform weitestgehend erhalten bleiben.
Die Sparkassenstruktur in Thüringen soll trotz Reform weitestgehend erhalten bleiben.  © DPA

Erfurt - Die Sparkassen in Thüringen sollen von der umstrittenen Gebietsreform weitgehend verschont bleiben.

Nach Vorstellung des Finanzministeriums soll es auch künftig in einem Kreis mehrere Sparkassen geben, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Nach Angaben der Regierungsfraktionen von Linken, SPD und Grünen soll es keinen Zwang zu einer Fusion innerhalb eines neugebildeten Landkreises geben.

Kreisfreie Städte, die ihren Status verlieren, sollen demnach auch Sparkassenträger bleiben können. "Allerdings dürfen sich die Geschäftsgebiete der Sparkassen auch zukünftig nicht überschneiden", erklärte der SPD-Finanzexperte Werner Pidde.

Nach den Vorschlägen der Landesregierung soll es in Thüringen acht statt 17 Kreise geben. Ihr Zuschnitt ist umstritten. Beim jüngsten Modell wird auch ein Vorschlag der Industrie- und Handelskammern, vor allem der Erfurter, berücksichtigt. Damit bliebe die bestehende Sparkassenstruktur in Mittelthüringen gewahrt.

Kreisfrei sollen die Städte Erfurt, Gera, Jena und Weimar bleiben. Eisenach und Suhl werden eingekreist. Das Gesetz zum Neuzuschnitt der Kreise und der kreisfreien Städte will die rot-rot-grüne Regierung voraussichtlich im Juni dem Landtag vorlegen.

Titelfoto: DPA


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