Hitlergruß und "Sieg Heil": Rund 90 Straftaten bei Nazi-Konzert

Rund 7000 Besucher kamen zu den beiden Konzerten im Sommer.
Rund 7000 Besucher kamen zu den beiden Konzerten im Sommer.  © DPA

Erfurt - Rund um zwei Rechtsrock-Konzerte im südthüringischen Themar sind fast 90 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden - zum allergrößten Teil wegen rechtsmotivierter Kriminalität.

Das geht aus Antworten des Innenministeriums auf Kleine Anfragen der Linken-Abgeordneten Katharina König-Preuss hervor. Bei den meisten Straftaten handelte es sich um rechtsmotivierte Kriminalität. Ein Großteil der Verdächtigen kam aus Deutschland, einige kamen aus Polen, Tschechien oder der Slowakei.

Mehr als die Hälfte aller 87 Ermittlungen wurde wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen oder wegen Volksverhetzung aufgenommen. So zeigten Konzertbesucher den Hitlergruß, trugen Tätowierungen mit indizierten Runen oder riefen "Sieg Heil".

Weitere Vergehen waren Bedrohung, Verstöße gegen das Betäubungsmittel- oder das Waffengesetz. Im Juni wurden innerhalb von zwei Wochen zwei Rechtsrock-Konzerte im südthüringischen Themar veranstaltet, zu denen insgesamt rund 7000 Rechte kamen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA


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