Erfurt will dem Kaffeebecher den Kampf ansagen

In vielen deutschen Städten, wie hier in Berlin, setzt man bereits auf das Mehrwegsystem.
In vielen deutschen Städten, wie hier in Berlin, setzt man bereits auf das Mehrwegsystem.  © DPA

Erfurt - Fast jeder nutzt sie tagtäglich. Und fast jeder holt sich jeden Tag mindestens einen Neuen. Die Rede ist von Kaffeebechern aus Pappe.

"Coffee to go..." prangt mittlerweile an vielen Geschäften in der Erfurter Innenstadt. Ein angenehmer Service, wenn man es so will. Denn so ist des Deutschen Liebingsheißgetränk überall genießbar. Doch die Sache hat einen unangenehmen Nebeneffekt. Die Becher landen nach der Nutzung im Müll.

Jährlich werden in Deutschland rund 2,8 Milliarden Kaffebecher verbraucht. Das sind allein auf Erfurt hochgerechnet: Sieben Millionen Becher pro Jahr. Doch damit soll jetzt Schluss sein.

Die Stadtverwaltung prüft derzeit die Einführung eines Pfandsystems für Mehrweg-Kaffeebecher. Man wolle die Müllbelastung in Erfurt deutlich reduzieren. Einige Anbieter hätten dieses System bereits in Erfurt eingeführt. Doch viele weitere sollen noch folgen.

In einer virtuellen Stadtkarte, die die Stadtwerke Erfurt erstellt hat, können Nutzer des "Recup-Systems" sehen, wo sie ihre Becher wieder abgeben können.

Im Frühjahr 2018 seien weitere Aktionen zu dem Thema geplant. Bis dahin setzt die Stadtverwaltung darauf, dass sich die Kaffeetrinker selber zum Mehrwegtrinken motivieren.

Tägliches Bild aus deutschen Großstädten. Kaffeebecher stapeln sich in einem Mülleimer.
Tägliches Bild aus deutschen Großstädten. Kaffeebecher stapeln sich in einem Mülleimer.  © DPA

Titelfoto: DPA


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