Sprinterstrecke: ICE halten bis zu 80 Mal täglich in Erfurt

Der gesamte Bahnfahrplan in Thüringen richtet sich ab Dezember nach der ICE-Neubaustrecke.
Der gesamte Bahnfahrplan in Thüringen richtet sich ab Dezember nach der ICE-Neubaustrecke.  © Matthias Gränzdörfer

Erfurt/Berlin - Mit Inbetriebnahme der neuen ICE-Strecke zwischen Berlin und München über Erfurt werden ab Mitte Dezember rund 80 Fernverkehrszüge täglich in der thüringischen Landeshauptstadt halten.

"Thüringen wird zum Drehkreuz im mitteldeutschen Verkehr", sagte Verkehrsministerin Birgit Keller (Linke) am Montag bei der Vorstellung des neuen Fahrplans. Er soll am 10. Dezember in Kraft treten. Insgesamt werden sechs Fernverkehrslinien über Erfurt fahren. Auf der Strecke Berlin-München rechnet die Bahn mit einer Verdopplung auf 3,6 Millionen Passagiere jährlich.

Eckart Fricke von der Bahn sprach von einem "gewaltigen Mobilitätssprung auf der Schiene". Der ICE-Sprinter schafft die 623 Kilometer lange Strecke in weniger als vier Stunden und soll werktags drei Mal täglich fahren.

Zudem kündigte Keller auch eine Thüringenweite Fahrplananpassung beziehungsweiße Verbesserung an. Man wolle die Taktung von Nah- und Fernverkehr aufeinander anpassen. Beispielsweise wird die Achse Meiningen – Suhl – Zella-Mehlis/Oberhof bis Erfurt beschleunigt und erreicht in Erfurt den Anschluss an die ICE-Sprinter und den Nahverkehr nach Nord- und Ostthüringen.

Zuletzt war der Abschnitt zwischen Erfurt und Ebensfeld bei Bamberg (Landkreis Lichtenfels) fertiggestellt worden. Er schließt eine Lücke in der schnellen Verbindung zwischen Bundes- und bayerischer Landeshauptstadt. Beschlossen worden war das Projekt 1991, insgesamt wurden nach Bahn-Angaben rund zehn Milliarden Euro investiert.

Die ICE-Neubaustrecke verkürzt die Reisezeit auf rund vier Stunden von Berlin nach München.
Die ICE-Neubaustrecke verkürzt die Reisezeit auf rund vier Stunden von Berlin nach München.  © DPA

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