16 Millionen Kinderporno-Bilder: Wie gehen Ermittler damit nur um?

Erfurt - Mehr als 16 Millionen Bilder und 340.000 Videos aus dem Bereich der Kinderpornografie haben Spezialisten des Thüringer Landeskriminalamts (LKA) im vergangenen Jahr ausgewertet. Doch wie geht man mit dem gesehenen um?

Zehntausende Bilder müssen pro Fall von den Ermittlern gesichtet werden. (Symbolbild)
Zehntausende Bilder müssen pro Fall von den Ermittlern gesichtet werden. (Symbolbild)  © DPA

Gesammelt wurden die Daten in 58 Verfahren - unter anderem wegen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zur Herstellung von Kinderpornografie, wie das LKA mitteilte.

Experten vom Dezernat Cybercrime des LKA werteten demnach mehr als 59,6 Terabyte Daten aus - und das aus ganz Deutschland.

Die Kategorisierung der Bilder und Videos gehört zu den Aufgaben von sechs Experten in der Zentrale technische Auswertungsstelle Kinder- und Jugendpornografie im Dezernat Cybercrime des LKA. Für die Auswertung gibt es zwar eine Software, die Daten herausfiltert, die schon einmal von der Polizei erfasst wurden.

Neues Material müssen die Ermittler aber sichten - mitunter können das rund 40.000 Bilder und Videos pro Verfahren sein. "Die Kollegen bekommen in regelmäßigen Abständen psychologische Hilfe", sagte eine Sprecherin des LKA. So sollen die gesehenen Verbrechen verarbeitet werden.

Die Abteilung Cybercrime wurde ab Herbst 2014 im LKA aufgebaut - unter dem damaligen Innenminister Jörg Geibert (CDU). Laut LKA sollte damit unter anderem der Zunahme von Internetkriminalität Rechnung getragen werden. Von den damals 19 vorgesehen Stellen sind laut LKA derzeit 17 besetzt; die beiden freien Dienstposten sollen nachbesetzt werden.

Titelfoto: DPA


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