Dank Mindestlohn: Immer weniger Billig-Salons in Thüringen

Auch die Trends für die Herbst-/Wintersaison wurde auf der Meisterschaft besprochen.
Auch die Trends für die Herbst-/Wintersaison wurde auf der Meisterschaft besprochen.  © DPA

Erfurt - Der Trend zu Billig-Salons ist nach Einschätzung des Friseurhandwerks in Thüringen und Sachsen-Anhalt rückläufig. Grund dafür sei die Einführung des Mindestlohns.

Nur auf einen möglichst niedrigen Preis für Schneiden, Waschen und Föhnen zu setzen, sei nicht möglich, wenn der Mindestlohn gezahlt werden müsse, sagte Landesinnungsmeisterin Sybille Hain am Sonntag in Erfurt bei den Meisterschaften der Friseure und Kosmetiker.

Sorgen bereitet der Branche vor allem die Personalsituation. "Wir haben Fachkräftemangel ohne Ende", sagte Hain. Im Bereich der Handwerkskammer Erfurt etwa erhielten heute jährlich nur noch 30 neue Friseurmeister ihre Meisterbriefe - statt 120 wie vor einigen Jahren.

Aber nicht nur die Probleme der Innung wurden in Erfurt diskutiert, die besten ihrer Kunst konnten sich auch untereinander messen. Den Wettbewerb der Damenfriseure gewann Robin Witte aus Nordrhein-Westfalen. Die besten Herrenfrisuren kreierte Jeanine Spindler aus Jena. Auch die Siegerin des Gesellen-Bundesausscheids kommt aus Thüringen: Larissa Pfannschmidt aus Viernau.

In Erfurt wurden auch die Trendfrisuren für die aktuelle Herbst-/Wintersaison vorgestellt. Inspiriert werden diese von der Mode- und Popwelt der 1950er, 1980er und 1990er Jahre.

Nicht nur der unverwüstliche Bob für Frauen findet sich in den Modeempfehlungen wieder, auch eine Anleihe beim "Vokuhila". Bei den Männern wird das Deckhaar wieder länger, ein auffälliger, tief in die Stirn reichender Pony liegt im Trend.

Titelfoto: DPA


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