Fachkräftemangel: Immer mehr Ausländer in Thüringer Betrieben beschäftigt

Erfurt - In Thüringen wächst die Beschäftigung fast nur mit ausländischen Arbeitnehmern. Während die Zahl der Deutschen Arbeiter zwischen 2016 und 2017 fast gleich blieb, kamen im gleichen Zeitraum 6860 ausländische Beschäftigte hinzu.

Die Zahl der arbeitenden Ausländer in Thüringen stieg in einem Jahr fast um ein Viertel. (Symbolbild)
Die Zahl der arbeitenden Ausländer in Thüringen stieg in einem Jahr fast um ein Viertel. (Symbolbild)  © DPA

Das sei ein Plus von 24,7 Prozent, teilte ein Sprecher der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Halle mit.

Der Bedarf an Fachkräften werde ohne Zuwanderung nicht gedeckt werden können, betonte Behördenchef Kay Senius. Hintergrund ist die Demografie.

Im September 2017 waren im Freistaat rund 34.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischen Pässen registriert. Das entspricht einem Anteil von 4,3 Prozent an allen Beschäftigten. Bundesweit liegt der Ausländeranteil bei 11 Prozent.

Die meisten ausländischen Beschäftigten in Thüringen kommen aus Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Tschechien. Aber auch die Zahl der Beschäftigten aus Syrien habe zugelegt: Von rund 790 im September 2016 auf 1300 Beschäftigten im September 2017.

Viele ausländische Beschäftigte (rund 5700) arbeiten den Angaben zufolge in Thüringen im verarbeitenden Gewerbe, etwa 3600 Menschen sind im Gastgewerbe, 3180 Beschäftigte im Baugewerbe und rund 2020 Männer und Frauen im Gesundheitswesen aktiv.

Titelfoto: DPA


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