Gegen was wird hier in Erfurt demonstriert?

Erfurt - Mit einer ungewöhnlich großen Plastik hat am Dienstag ein Mann vor dem Erfurter Rathaus protestiert. Doch warum und wofür eigentlich?

David Farago neben seiner rund drei Meter hohen Plastik "11. Gebot".
David Farago neben seiner rund drei Meter hohen Plastik "11. Gebot".  © Vesselin Georgiev

David Farago heißt der Mann, der die rund drei Meter hohe Plastik gebaut und am Dienstag auf dem Fischmarkt aufgestellt hat. Zuvor war sie auf dem Kirchentag in Münster zu sehen. Mit der Aktion "11. Gebot" will der Schreinermeister auf einen Umstand aufmerksam machen, der schon seit Jahren zu existieren scheint.

Dabei geht es nämlich darum wie die Kirchentage, aller zwei Jahre gibt es einen Evagelischen Kirchentag bzw. einen Katholikentag, finanziert werden. So werde ein Teil von den jeweils gastgebenden Kirchen beglichen und der andere Teil von den Städten in denen die Feste ausgerichtet werden.

So betragen, laut Farago, die Kosten für einen Kirchentag rund sieben bis 26 Millionen Euro pro Jahr. Davon werde ein Großteil von den Kommunen getragen. Der Anteil beim Kirchentag in Münster betrug rund 2,7 Millionen Euro - finanziert aus Steuergeldern.

Dagegen will sich der Künstler mit seiner Aktion zur Wehr setzen. Doch was hat das nun mit Erfurt zutun? Ganz einfach, denn 2024 könnte der Kirchentag in der thüringischen Landeshauptstadt stattfinden.

Damit dieser stattfinden könne, soll die Stadt jedoch einen Teil der Kosten mitfinanzieren. Dieser betrage dann rund 1,2 Millionen Euro Steuergelder.

Titelfoto: Vesselin Georgiev


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