AFD-Abgeordnete geht verschleiert in den Landtag

Wiebke Muhsal sorgte mit dieser Verschleierungsaktion im Thüringer Landtag für Aufsehen.
Wiebke Muhsal sorgte mit dieser Verschleierungsaktion im Thüringer Landtag für Aufsehen.

Erfurt - Diese Aktion sorgt am Donnerstag für helle Aufregung im Thüringer Landtag. Die AFD-Abgeordnete Wiebke Muhsal (30) kam verschleiert in den Thüringer Landtag, trug einen schwarzen Niqab.

Dieses Kleidungsstück lässt nur einen Blick auf die Augen frei.  Wie die Berliner Morgenpost berichtet, war der Parlamentspräsident davon wenig begeistert und soll "Das ist wirklich peinlich." gerufen haben.

Daraufhin soll die 30-Jährige das Kleidungstück wieder über den Kopf gezogen haben. 

Die Provokation saß, doch warum tat sie dies eigentlich? 

Hintergrund ist ein Gesetzesentwurf der AFD-Fraktion, mit dem "Das Tragen einer Gesichtsverschleierung beziehungsweise Gesichtsverdeckung im öffentlichen Raum" untersagt werden soll.

 

"Der Niqab und die Burka machen Frauen gesichtslos", sagte sie.
"Der Niqab und die Burka machen Frauen gesichtslos", sagte sie.

Um diesem Entwurf Nachdruck zu verleihen, soll Muhsal Folgendes gesagt haben: "Der Niqab und die Burka machen Frauen gesichtslos, ich denke, das wurde hier verdeutlicht", schrie sie.

Bei den anderen Abgeordneten stieß ihre Aktion auf Empörung. So schämte sich Grünen-Politikerin Astrid Rothe-Beinlich, dass ihre Kollegin das Plenum als eine politische Show-Bühne missbraucht habe.

Denn sie erkennt in der Schleier-Aktion eine böswillige islamistische Propaganda, keineswegs den Versuch, Integrationshemmnisse für Frauen abzubauen.

Und mal ehrlich: Dass sich die AFD-Aktion für ein Burka-Niqab-Verbot auch in anderen Landtagen einsetzt, ist keine neue Erkenntnis.


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