Minister sicher: "Thüringen braucht Zuwanderung"

In den nächsten Jahren verliert Thüringen immer mehr Einwohner, deswegen setzt Migrationsminister Lauinger nun auf die Zuwanderung.
In den nächsten Jahren verliert Thüringen immer mehr Einwohner, deswegen setzt Migrationsminister Lauinger nun auf die Zuwanderung.  © DPA

Erfurt - Nach Auffassung von Thüringens Migrationsminister Dieter Lauinger muss der Freistaat zu einem Einwanderungsland werden.

"Wir brauchen Zuwanderung, um wirtschaftlich und gesellschaftlich zukunftsfähig zu bleiben", sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch laut einer Mitteilung seines Ministeriums in Erfurt.

Er stützte sich dabei auf eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft, wonach Thüringen bis zum Jahr 2035 mehr als zehn Prozent seiner Einwohner verlieren wird.

Lauinger forderte, Wege für eine faire und transparente Zuwanderung zu schaffen. "An erster Stelle steht da ein innovatives und zeitgemäßes Einwanderungsgesetz des Bundes."

In Zukunft würden nicht nur Akademiker, sondern insbesondere Fachkräfte in verschiedenen sozialen Berufen wie zum Beispiel Altenpflegerinnen und -pfleger gebraucht.

Thüringen müsse für Zuwanderer attraktiver werden, unterstrich Lauinger. "Dazu gehört eine gelebte Willkommenskultur, die Ankommende schnell in Gesellschaft und Arbeitsleben integriert."

Titelfoto: DPA


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