AfD nimmt bei Siemens-Demo teil, doch die Gewerkschaft lässt sich das nicht gefallen

Björn Höcke und andere AfD'ler liefen nur in zweiter Reihe mit.
Björn Höcke und andere AfD'ler liefen nur in zweiter Reihe mit.  © DPA

Erfurt - Ein Auftritt der Alternative für Deutschland beim Siemens-Schweigemarsch traf nicht nur auf Gegenliebe. Gewerkschafter bezogen nun Stellung.

Bereits als der Schweigemarsch mit über 1200 Teilnehmern am Dienstag durch Erfurt lief (TAG24 berichtete), kamen die ersten bösen Stimmen im sozialen Netzwerk ans Tageslicht. Schnell wurde behauptet das die Gewerkschaft IG Metall mit Björn Höcke und seinen Anhängern sympathisieren würde.

Gegen diese Vorwürfe wehren sich nun die Gewerkschafter. "Gegen den Willen der Anmelder und gegen die Interessenlage der Siemens-Beschäftigten haben sich auch AfD-Politiker medienwirksam mit Symbolen ihrer Partei unter die Demonstranten gemischt", heißt es von Jörg Köhlinger. Er ist der Bezirksleiter der IG Metall Mitte.

Auch das Höcke das Fronttransparent mitgetragen habe, streitet der Gewerkschafter ab. "Das hätten wir selbstverständlich niemals zugelassen." Versuche die AfD-Politiker vom Schweigemarsch auszuschließen seien gescheitert. "Wir akzeptieren keine Vereinnahmung durch die AfD oder andere rechte und rechtsextreme Gruppen."

Siemens plant, im sächsischen Görlitz und in Leipzig zwei Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen zu schließen. Das Erfurter Werk mit rund 700 Beschäftigten könnte verkauft oder restrukturiert werden. Wegen schlechter Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik sollen weltweit rund 6900 Stellen gestrichen werden, etwa die Hälfte davon in Deutschland.

Auch Berlin ist von den Streichungsplänen massiv betroffen. Dort seien bis bis zu 870 Arbeitsplätze betroffen.


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