Protesttreffen zwischen Ultras und Vereinen in Erfurt

DFB-Pokal: Borussia Dortmund Fans zünden während des Spiels gegen Eintracht Frankfurt hinter einem Transparent mit der Aufschrift "Krieg dem DFB".
DFB-Pokal: Borussia Dortmund Fans zünden während des Spiels gegen Eintracht Frankfurt hinter einem Transparent mit der Aufschrift "Krieg dem DFB".  © DPA

Erfurt - In der thüringischen Landeshauptstadt fand am Sonntag ein bundesweites Treffen von Ultragruppen und Vereinsvertretern statt. Die Vereine bezeichneten die Gespräche als konstruktiv.

Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, habe der Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), Michael Gabriel, das Treffen moderiert. Er erklärte dass es einen konstruktiven Austausch gegeben habe, bei dem es darum gegangen sei "Fußball für die Menschen zu erhalten".

25 Vereine, von der ersten bis zur vierten Liga, seien der Einladung zum Gedankenaustausch mit der Ultraszene nach Erfurt gefolgt.

Etwa doppelt so viele Fangruppierungen mit über 100 Vertretern hätten sich nach dem Bericht in der Landeshauptstadt eingefunden.

Jena-Fans zünden während der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München eine Pyrofackel.
Jena-Fans zünden während der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München eine Pyrofackel.  © DPA

Worum es genau bei dem Treffen ging ist nicht bekannt, jedoch sollen unter anderem die zunehmende Kommerzialisierung, die DFB-Sportgerichtsbarkeit bezüglich von Gewaltausschreitungen und Pyroeinsatz, und die Relegation wichtige Themen gewesen sein. Diese prägen schon seit Monaten den Protest der Ultras.

Unter anderem werfen die Ultras dem DFB vor, dass man die Ultras als lästigen Klotz am Bein betrachte und sich lieber auf das Fernsehpublikum konzentriere. Thomas Schönig, vom 1. FC Köln, freute sich über den offenen Dialog mit den Fans.

Auch Ralph Kühne vom Halleschen FC äußerte sich gegenüber dem MDR wie folgt: "Wir haben einige Inhalte besprochen wie wir demnächst weiter vorgehen". Thomas E. Herrich von Hertha BSC bezeichnete die Gespräche als freundlich und angenehm.

Titelfoto: DPA


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