Ärger mit Handyverträgen: Immer mehr Flüchtlinge suchen Rat

Viele Flüchtlinge wissen oft nicht, welche Kosten bei Handyverträgen auf sie zukommen.
Viele Flüchtlinge wissen oft nicht, welche Kosten bei Handyverträgen auf sie zukommen.  © DPA

Erfurt – Die Thüringer Verbraucherzentrale bekommt es zunehmend mit Flüchtlingen zu tun, die wegen Schwierigkeiten mit abgeschlossenen Verträgen Rat suchen.

Unter anderem Handyverträge seien ein Schwerpunkt solcher Beratungsgespräche, sagte ein Sprecher der Organisation der DPA. "Dabei werden ihnen zumeist vor Ort in den jeweiligen Wohnunterkünften oder Einrichtungen Handyverträge aufgeschwatzt."

Welche Kosten dadurch regelmäßig auf sie zukämen, sei den meisten der hilfesuchenden Flüchtlinge nicht klar. Dabei spielten mangelnde Deutschkenntnisse der Geflüchteten eine Rolle, was auch die Beratung durch die Verbraucherschützer erschwere.

Zudem seien die Vertragsangebote meist überhaupt nicht auf die Bedürfnisse dieser Menschen zugeschnitten, die über ihre Handys oft regelmäßigen Kontakt zu ihren Verwandten im Ausland suchten – was bei deutschen Standard-Mobilfunkverträgen leicht zu extrem hohen Kosten führen kann.

Zahlen über ratsuchende Flüchtlinge hat die Verbraucherzentrale allerdings nicht zusammengetragen. Anders als in anderen Bundesländern gebe es bei der Thüringer Verbraucherzentrale kein eigenes Flüchtlingsprojekt.

Titelfoto: DPA


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