Ausländerfeindlicher Übergriff: Eritreer an S-Bahn brutal zusammengeschlagen

Ismaning - Erst wurde er fremdenfeindlich beleidigt, dann zu allem Überfluss auch noch schwer verletzt: Ein Eritreer ist am S-Bahnhof Ismaning bei München von einem 28-jährigen Deutschen bewusstlos geschlagen.

Die Polizei musste den 37-Jährigen aus der Bahn tragen. (Symbolbild)
Die Polizei musste den 37-Jährigen aus der Bahn tragen. (Symbolbild)  © DPA

Der Täter war nach Angaben der Polizei vom Donnerstag mit einem gleichaltrigen Freund in der S-Bahn auf eine Gruppe Afrikaner getroffen.

Zuerst machten die beiden Männer abfällige, fremdenfeindliche Bemerkungen über diese.

Nach dem Aussteigen am Bahnhof Ismaning riss der 28-Jährige den 21-jährigen Eritreer dann zu Boden und trat auf ihn ein. Das Opfer verlor das Bewusstsein und musste aufgrund der Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden.

Die beiden Deutschen wurden wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung angezeigt. Unbeteiligte Zeugen gaben an, dass es noch zu weiteren Faustschlägen gekommen sei.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Abend des 15. Juni. Aufgrund der Verletzungen des 21-Jährigen und der Sprachschwierigkeiten habe aber erst jetzt ermittelt werden können, was vorgefallen sei, sagte eine Sprecherin.


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