Richterin will wilde Orgien mit Kollegen im Gericht feiern

Erlanger (USA) - Einer Richterin im US-Bundesstaat Kentucky wird allerhand vorgeworfen.

Die Richterin nahm auch an Veranstaltungen der Polizei teil (hier zu sehen im Februar 2018), war damals ein gern gesehener Gast.
Die Richterin nahm auch an Veranstaltungen der Polizei teil (hier zu sehen im Februar 2018), war damals ein gern gesehener Gast.  © Facebook/Erlanger Police Department

Vetternwirtschaft ist da noch das geringste Vergehen. Doch so fing ihre kriminelle Laufbahn an.

Wie die Lokalzeitung Cincinnati Enquirer berichtet, soll die Familienrichterin Dawn Gentry aus Erlanger ihre Position mehrfach missbraucht haben.

So entließ sie vor einiger Zeit einen Angestellten an ihrem Gericht und stellte dafür Stephen Penrose ein, der zuvor als Pastor tätig war.

Der Mann lebte allerdings nicht abstinent oder näherungsweise so, wie es die Kirche gern gehabt hätte.

So liegen in Summe neun Anzeigen vor, die den Mann und seine Chefin, die Richterin Gentry, beschuldigen, andere Menschen zum Sex gezwungen oder bei Verweigerung schlechter behandelt zu haben.

Zeugin in fast allen Angelegenheiten ist eine Freundin der Richterin, Katherine Schulz, die auch lange Zeit in einem Jury-Gremium saß und Straffälle beurteilte.

Dreier im Büro

So soll die Familienrichterin ihre Freundin mehrfach dazu bewogen haben wollen, mit ihrem, nunmehr Ex-Mann zu schlafen, damit die Scheidung schneller vonstatten gehe. Doch Schulz weigerte sich vehement, wollte partout nicht mit dem Mann der Richterin Sex haben.

Anstelle einer höheren Stelle in dem Gremium erhielt Schulz deshalb eine Entlassung.

Doch Gentry nötigte nicht nur zum Geschlechtsverkehr mit anderen Personen. Sie forderte laut Anklageschrift, die dem Cincinnati Enquirer vorliegt, auch ihre Sekretärin mehrfach dazu auf, mit ihr selbst und Penrose im Büro einen Dreier zu haben.

Eine Staatsanwältin wollten sie direkt zum Gruppensex bewegen. Doch auch das blieb erfolglos.

So geschah es immer wieder, dass Gentry und Penrose allein miteinander schlafen mussten. Dafür sollen sie einige Male das Büro verschlossen haben oder auf der Toilette verschwunden sein.

Strafen für Sex-Verweigerer

Wer sich dem Beischlaf in großer Runde verweigerte, wurde auf Arbeit hart ran genommen. Mehr Aufgaben, schlechtere Dienste, schwierigere Fälle zu bearbeiten mussten diese Staatsanwälte dann.

Doch das Ganze spitzte sich immer weiter zu: So spielten Gentry und Penrose ebenfalls gemeinsam in einer Band. Wer dafür nicht spendete oder sie anderweitig unterstützte, wurde ebenso bestraft.

Doch irgendwann fing Familienrichterin Gentry an, zu weit zu gehen: So mussten Klienten von Anwälten, die nicht nach ihren Regeln spielten, die Folgen tragen. Mandanten wurden zu hart bestraft, manchmal sogar zu Unrecht.

Dann fiel ihr Kartenhaus zusammen, sie flog auf und es wurden reihenweise Anzeigen gestellt. Nun muss sich die Richterin selbst vor einem Kollegen verantworten. Ihr droht eine Amtsenthebung.


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