Erlebnis Survival Camp: Back to the Roots 34
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Erlebnis Survival Camp: Back to the Roots

Erlebnis Survival Camp: Back to the Roots

Erlebnis Survival Camp: Back to the Roots

Deutschland - Zeigen, was in einem steckt. Es mit der Wildnis aufnehmen. Herausforderungen annehmen und meistern. Neues Wissen aneignen für Notsituationen: In einem Survival Camp gehen Zivilisationsmenschen zurück zu den Ursprüngen. Sie lernen, sich in der freien Natur durchzuschlagen, erweitern durch Erlebnisse ihren Horizont und wachsen als Persönlichkeit.

Survival Camps boomen

Vom Crashkurs übers zweitägige Survival-Erlebnis mit Übernachtung bis zum XL-Aufenthalt im Schwarzwald: Survival Camps liegen im Trend, renommierte Veranstalter wie Jochen Schweizer bieten das Outdoor-Erlebnis an zahlreichen Standorten im ganzen Bundesgebiet an. Jochen Schweizer beschränkt sich dabei nicht auf reines Survival-Training, hat auch Erlebniswanderungen, Höhlenexkursionen, GPS-Schatzsuchen und sogar Übernachtungen im Iglu im Angebot.

Die Motive zur Teilnahme an einem Survival Camp sind vielschichtig. Mal sollen die Erlebnisse in der freien Natur teambildend wirken, mal gilt es, persönliche Grenzen zu überwinden – und dann wieder soll das Erlebnis Survival Camp dazu dienen, sich für mögliche Notfälle etwa im Rahmen von Wander- oder Klettertouren oder gar für Krisensituationen zu wappnen. Auf jeden Fall bedeutet der Aufenthalt im Survival Camp: Raus aus der Komfortzone – und Back to the Roots!

Die wichtigsten Survival-Fertigkeiten

Was genau trainieren die Teilnehmer im Rahmen der Outdoor-Erlebnisse? Das konkrete Programm unterscheidet sich natürlich von Anbieter zu Anbieter und ist von der Dauer des jeweiligen Kurses abhängig. Gewisse Grundfertigkeiten sind allerdings fürs Überleben in der Wildnis essenziell – und stehen im Zentrum aller Survival-Workshops:

  • Unterkunft und Schlafstätte bauen
  • Feuer machen
  • Wasser und Nahrung finden und aufbereiten
  • Orientierung und Bewegung in Wald und Gelände
  • Erste Hilfe und Verwendung von Survival Kits

Je nach Kurs eignen sich die Teilnehmer weitere Fähigkeiten an. Sie lernen beispielsweise, wie die tierischen Bewohner von Wald und Wiese ticken und sich Menschen zum Beispiel beim Kontakt mit Wildschweinen verhalten sollten. Oder wie sich ursprüngliche Waffen, wie ein Bogen, anfertigen und benutzen lassen. Ein Floß zu bauen und damit Gewässer zu überqueren ist ebenfalls Gegenstand vieler Survival Camps, ebenso Knotenkunde, das Abseilen und der Bau von Seilbrücken.

Survival-Erlebnis Feuermachen

Schauen wir uns mal eine der wichtigsten Fertigkeiten zum Überleben ins der Wildnis etwas genauer an: das Feuermachen. Warum ist Feuer so wichtig ist? Es wärmt, hält Wildtiere fern und ermöglicht es, Wasser abzukochen und Nahrung, wie selbst gefangene Fische, zuzubereiten. Ein Feuer im Wald zu machen, das kann ja nicht so schwer sein, mögen manche Stadtmenschen sagen. Schließlich gibt’s im Wald genug brennbares Material. Doch vor Ort erleben sie dann am eigenen Leibe: Es erfordert Geschick und Know-how, um in der Wildnis ein Feuer zu entfachen und nicht ausgehen zu lassen. Auch das Löschen will gelernt sein, das Erlebnis Survival Camp soll ja nicht in einem Waldbrand enden.

Um Feuer ganz ohne Streichhölzer oder Feuerzeug zu machen, ist eine Flamme, Glut oder zumindest der sprichwörtliche Funken nötig, der auf ein leicht brennbares Material überspringt. Funken entstehen zum Beispiel, wenn mit einem Stück Stahl wie der Rückseite eines Messers seitlich auf einen Feuerstein geschlagen wird. Eine Flamme lässt sich beispielsweise bei Sonnenschein durch ein Brennglas erzeugen, und Glut entsteht durch Feuerbohren, bei dem Reibungshitze einen Holzstab zum Glühen bringt.

Einen geeigneten Platz fürs Feuer finden

Damit sich aus Flamme oder Glut ein richtiges Feuer entwickelt, sind einige Vorbereitungen nötig. Wer in der Wildnis ein Feuer entfachen möchte, muss systematisch vorgehen. Zunächst gilt es, einen geeigneten Platz für das Feuer auszuwählen. In einem Radius von etwa drei Metern sollten keine leicht brennbaren Materialien vorhanden sein, das gilt auch für herunterhängende Äste. Der Boden ist idealerweise nicht zu locker und feuerfest, besteht aus Erde. Bei lockerem Boden könnte es sich um zusammengepresste und halb verweste Blätter und Äste handeln, die womöglich durch das Feuer ebenfalls zu brennen beginnen. Als Folge würde das Feuer sukzessive absacken und schließlich ausgehen.

Das Brennmaterial zusammentragen

Ist ein geeigneter Platz gefunden, geht es an die Vorbereitung des eigentlichen Feuers. Dazu ist ausreichend Brennmaterial nötig – und vor allem das richtige. Die Basis bildet Zundermaterial, das sich über den Funken, die Glut oder die Flamme entzündet. Es muss leicht brennbar sein – als Zunder können unter anderem trockenes Gras, Laub und Moos dienen. Hat es geregnet, ist Birkenrinde am besten geeignet. Sie enthält ätherische Öle und ist auch leicht entzündbar, wenn sie feucht ist.

Übrigens: Bevor es Feuerzeuge und Streichhölzer gab, spielte ein Pilz beim Feuermachen eine wichtige Rolle. Der Zunderschwamm, verewigt im Sprichwort „brennt wie Zunder“, ist ein Parasit, der bevorzugt an toten und absterbenden Bäumen wächst. Aus dem getrockneten Pilz lässt sich eine filzartige Masse gewinnen, die Zunderwolle, die beim geringsten Funken zu Glimmen beginnt.

Mit Glimmen ist es aber nicht getan, zusätzlich zum Zunder sind kleine Äste zum Anfeuern nötig und das eigentliche Brennmaterial, das über einen längeren Zeitraum brennt. Optimal zum Anfeuern sind tote Ästchen. Fichtenreisig hat den Vorteil, dass es ebenso wie Birkenrinde auch in feuchtem Zustand brennt. Als Brennmaterial dienen etwa fingerdickere Zweige und bis zu armdicke Äste.

Das Feuer in Gang setzen und sicher löschen

Nun geht es daran, die eigentliche Feuerstelle aufzubauen. Bei feuchtem oder nassem Untergrund empfiehlt es sich, auf dem Boden zwei um 90 Grad versetzte Lagen aus Ästen übereinander anzuordnen. Auf dieses Fundament kommt das verdichtete Zundermaterial, um das herum zunächst eine Pyramide aus Reisig und dann eine weitere aus den fingerdicken Zweigen errichtet werden. Ist es windig, schützt ein Erdwall oder Ring aus Steinen davor, dass das Feuer ausgeht oder Funken überspringen. Und natürlich benötigen die aufgeschichteten Hölzer eine Lücke, durch die sich das Zundermaterial entzünden lässt.

Brennt das Feuer, kommen die dickeren Äste zum Einsatz. Erst wenn sie fast bis zur Glut niedergebrannt sind, kommt neues Holz aufs Feuer. So ist der Verbrauch an Brennmaterial am geringsten. Das Feuer sollte ständig unter Beobachtung sein, damit es weder ausgeht noch überspringt. Vor dem Verlassen des Lagerplatzes ist sicherzustellen, dass das Feuer wirklich aus ist. Dafür am besten warten, bis es vollständig heruntergebrannt ist, und dann die Feuerstelle mit Wasser oder Erde endgültig ablöschen, bis keine Glut mehr vorhanden ist und sich kein Rauch mehr bildet. Anschließend lässt sich die Stelle noch mit frischer Erde und Blättern bestreuen, sodass nichts mehr an das Lagerfeuer erinnert. Wichtig: Offenes Feuer im Wald ist in Deutschland verboten. Es drohen Bußgelder, wenn keine schriftliche Erlaubnis des Eigentümers vorliegt. Die Anbieter von Survival-Camp-Erlebnissen verfügen natürlich über die entsprechenden Genehmigungen für ihre Aktivitäten in der Natur.

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