Nach Schüssen auf Eritreer: SEK durchsucht Wohnung

Erlensee/Wächtersbach/Frankfurt - Im Zusammenhang mit dem rassistisch motivierten Anschlag auf einen Eritreer in Wächtersbach hat es einen größeren Polizei-Einsatz gegeben.

Polizeibeamte der Spurensicherung vermessen am 22.07.2019 den Tatort.
Polizeibeamte der Spurensicherung vermessen am 22.07.2019 den Tatort.  © DPA

Eine SEK-Einheit durchsuchte bereits am Dienstagmorgen eine Wohnung in Erlensee (Main-Kinzig-Kreis), sagte Alexander Badle von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag. Zuvor hatten die "Bild" und "Hessenschau" darüber berichtet.

Den Medienberichten zufolge soll es sich um die Wohnung des Bruders des Pistolen-Schützen handeln.

Die Einsatzkräfte sollen dort nach Waffen gesucht, aber nichts gefunden haben. Der jüngere Bruder soll eine rechtsextreme Gesinnung und einen Hang zu Waffen haben und von Ermittlern vernommen worden sein.

Badle machte dazu aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben.

Alexander Badle, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, beantwortet am 23.07.2019 die Fragen von Journalisten.
Alexander Badle, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, beantwortet am 23.07.2019 die Fragen von Journalisten.  © DPA

Mittlerweile wurde auch bekannt, dass der mutmaßliche Schütze am Montag sechsmal auf sein Opfer geschossen hat.

Das habe die kriminaltechnische Untersuchung ergeben, sagte Badle sagte und bestätigte damit Angaben der "Hessenschau". Bislang waren die Ermittler von drei Schüssen ausgegangen.

Ein 55 Jahre alter Deutscher hatte am Montag auf den Eritreer gefeuert und den 26-Jährigen mit einem Bauchschuss schwer verletzt. Danach erschoss sich der 55-Jährige.

Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen "ganz klar von einem fremdenfeindlichen Motiv aus", eine "rechtsextreme oder rechtsnationalistische Gesinnung" sei aber Spekulation.

Titelfoto: DPA

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