Ermittler rüsten auf! Neue Spezialabteilungen gegen Wirtschafts- und Cyberkriminalität

Dresden - Die Kriminalität in Sachsen verändert sich - die Staatsanwaltschaft Dresden hat reagiert.

Der leitende Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp (58, l.) und Justizminister Sebastian Gemkow (40) stellten gestern die neuen Strukturen der Staatsanwaltschaft Dresden vor.
Der leitende Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp (58, l.) und Justizminister Sebastian Gemkow (40) stellten gestern die neuen Strukturen der Staatsanwaltschaft Dresden vor.  © Thomas Türpe

"Effektiver" und "schneller" heißen die neuen Schlagworte der Justiz! In den vergangenen 16 Monaten sind drei neue Spezialabteilungen entstanden, die sich gezielt mit Kapitalverbrechen, Cyberkriminalität und Wirtschaftsdelikten (insbesondere Abrechnungsbetrügereien im Gesundheitswesen und Vermögensabschöpfung) beschäftigen.

"Das Ziel ist es, schlagkräftigere Einheiten zu schaffen", so Klaus Rövekamp (58), leitender Oberstaatsanwalt. Durch steigende Digitalisierung werden beispielsweise Betrugsfälle (von unbezahlten Warenbestellungen bis zur Softwarefälschung) nicht nur mehr, sondern auch komplexer. Bundesweit auf Schäden in Milliardenhöhe angewachsen sind die Abrechnungsbetrügereien für Heilbehandlungen. Mit hoch spezialisierten Teams von vier bis acht Staatsanwälten sollen die Ermittlungen nun zudem schneller abgeschlossen werden.

Der Anfang ist gemacht: Hatte die Dresdner Staatsanwaltschaft, bei der monatlich 5000 neue Fälle eingehen, zu Beginn 2018 knapp 10.000 Fälle im aktuellen Bestand, waren zum 30. April 2019 "nur" noch 8531 unerledigt.

Auch personell wurde aufgerüstet: Seit 2013 von 82 auf aktuell 99 Staatsanwälte. Justizminister Sebastian Gemkow (40, CDU): "Die Staatsanwaltschaft Dresden ist für die kommenden Aufgaben gut gerüstet." Bis Juni wird noch eine weitere Abteilung für organisierte internationale Kriminalität eingerichtet.

Titelfoto: Thomas Türpe

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