16 Monate alter Junge ertrinkt in Maurerkübel: Ermittlungen eingestellt

In einem solchen Kübel ertrank der kleine junge. (Symbolbild)
In einem solchen Kübel ertrank der kleine junge. (Symbolbild)  © 123RF

Porta Westfalica/Bielefeld - Inzwischen ist es über zwei Jahre her, dass ein 16 Monate alter Junge in einer privaten Kindertagespflege in Porta Westfalica in einen Maurerkübel fiel und qualvoll ertrank. Jetzt wurde das Verfahren gegen eine Mitarbeiterin des Jugendamtes eingestellt.

Ein Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft erklärte gegenüber dem Mindener Tageblatt, dass das Verfahren gegen die Frau eingestellt wurde, weil sich der Verdacht der Fahrlässigkeit nicht erhärtete.

"Wir haben die Entscheidung der Staatsanwaltschaft mit Erleichterung aufgenommen und sehen uns in unserer Auffassung bestätigt", sagt Fachbereichsleiter im Rathaus Dieter Watermann.

Das Mindener Amtsgericht hatte die Leiterin der Tagesbetreuung bereits im Februar diesen Jahres zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Während des Prozesses sagte auch die Beschuldigte Mitarbeiterin des Jugendamtes aus, die zuvor das Gelände der Einrichtung kontrolliert hatte. Damals war ihr der Maurerkübel nicht aufgefallen.

Diese Aussage von ihr veranlasste die Staatsanwaltschaft damals, der Frage nachzugehen, ob sie das Gelände mangelhaft kontrolliert hatte und ihr daher Mitverschulden vorgeworfen werden kann.

Dieser Verdacht bestätigte sich nun nicht.

Die 38-jährige Erzieherin akzeptierte ihre Bewährungsstrafe.
Die 38-jährige Erzieherin akzeptierte ihre Bewährungsstrafe.  © DPA

Titelfoto: dpa/123RF


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