Volksverhetzung! PEGIDA-Starredner angezeigt!

Schriftsteller Akif Pirinçci (55)
Schriftsteller Akif Pirinçci (55)

Dresden – Ärger für Pegidas Star-Redner! Der deutsch-türkische Schriftsteller Akif Pirinçci (55) hielt zum 1. Jahrestag der islamfeindlichen Bewegung eine Brandrede, die selbst viele Pegida-Anhänger schockte.

Er prangerte scharf die aktuelle deutsche Flüchtlingspolitik an und sprach von Muslimen, die Ungläubige mit ihrem "Moslemsaft" vollpumpen. Und er warnte, dass Deutschland zu einer "Moslemmüll-Müllhalde" verkommt und bedauerte, dass es keine KZs mehr gibt. Und nannte die Grünen "Kinderfickerpartei".

"Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert", sagte Pirinçci. "Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb."

Die Rede sorgte für einen Sturm der Entrüstung bei Gegendemonstranten, aber auch in den sozialen Netzwerken. Jetzt ist sie ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

„Eine Privatperson hat heute Anzeige erstattet“, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (55). „Wir ermitteln wegen Volksverhetzung.“ Darauf stehen bis zu fünf Jahre Gefängnis. Für den bekannten Schriftsteller wohl kein schönes Geburtstagsgeschenk zum ersten Pegida-Geburtstag.

Denn selbst Pegida-Anhängern gingen die Äußerungen zu weit. "Viele Leute waren entsetzt", sagte Pegida-Mitbegründer René Jahn am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Viele hätten auch das Gelände verlassen wollen, wären aber wegen der dicht stehenden Menge gar nicht weggekommen. Pirinçci hatte in übelster Weise alle Flüchtlinge über einen Kamm geschert, beleidigt und diffamiert.

Sein Abgang von der Bühne war nicht freiwillig. Pirinçci war in Sprechchören dazu aufgefordert worden.

Wer ist Akif Pirinçci?

Geboren 1959 in Istanbul wanderten seine Eltern mit dem 10-Jährigen 1969 nach Deutschland aus. Pirinçci ist Schriftsteller. Berühmt machte ihn das Buch "Felidae", ein Kriminalroman aus Katzensicht. Von "Felidae" veröffentlichte er fünf Fortsetzungsromane.

Außerdem schrieb er den Roman "Der Rumpf", in dem ein Mann ohne Arme und Beine das perfekte Verbrechen plant. In seinem Buch "Yi" beschreibt er die Verbreitung eines Virus', der die Männer der Welt auslöscht und es den Frauen ermöglicht, eine männerfreie Gesellschaft zu errichten.

Seit 2012 schreibt Pirinçci für verschiedenen rechtskonservative Publikationen, wie die Junge Freiheit oder "eigentümlich frei".

In seinem Buch "Deutschland von Sinnen" vertritt er auf polemische Art die Meinung, die öffentliche Debatte in Deutschland werde von den Minderheiten der Migranten, Schwulen und Frauen bestimmt. Es stand 2014 in der Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste (Sachbuch).

Foto: Steffen Füssel


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