Nach Mord an Tramperin: Sophia L. (†28) kann beerdigt werden

Bayreuth - Rund zweieinhalb Monate nach ihrem gewaltsamen Tod kann die Studentin Sophia L. nun beigesetzt werden.

Die in Amberg in der Oberpfalz geborene 28-Jährige wollte Mitte Juni von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. In Oberfranken wurde sie umgebracht.
Die in Amberg in der Oberpfalz geborene 28-Jährige wollte Mitte Juni von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. In Oberfranken wurde sie umgebracht.  © DPA

Die Bayreuther Staatsanwaltschaft habe den Leichnam am Mittwoch zur Bestattung freigegeben, teilte die Behörde mit.

Erst vor kurzem hatten die spanischen Ermittler die Leiche nach Deutschland überführen lassen (TAG24 berichtete). Am Dienstag wurde dort nochmals eine rechtsmedizinische Untersuchung durchgeführt.

Die in Amberg in der Oberpfalz geborene 28-Jährige wollte Mitte Juni von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. Dabei wurde sie den Ermittlungen zufolge von einem 41 Jahre alten Lastwagenfahrer an einer Tankstelle an der A9 in Sachsen mitgenommen und in Oberfranken umgebracht (TAG24 berichtete).

Tatverdächtig ist der Lkw-Fahrer aus Marokko, der derzeit in Spanien in Haft sitzt. Er soll aber nach Deutschland überstellt werden. Wann der Mann hier ankommt, ließ der Bayreuther Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel am Mittwoch offen. Sobald er in Deutschland eintreffe, könne man die Ermittlungen zügig weiterführen und an der Anklageerhebung arbeiten, ergänzte er.

Die Polizei geht davon aus, dass Sophia L. auf einem Rastplatz in Oberfranken getötet wurde. Ihre Leiche fand man wenig später in Spanien. Dort wurde auch der Tatverdächtige festgenommen. Anfang August hatten Angehörige und Freunde einen Gottesdienst in Amberg organisiert, um in aller Ruhe ohne Öffentlichkeit von Sophia Abschied nehmen zu können (TAG24 berichtete).

Schon zuvor hatten Familie und Freunde die Polizei in einem offenen Brief kritisiert: Das Verschwinden Sophias sei nicht ernst genommen worden (TAG24 berichtete). Ebenso beklagte sich Sophias Bruder darüber, dass der Leichnam so lange in Spanien geblieben war (TAG24 berichtete).


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