Studentin stirbt nach Vergewaltigung

Der Angeklagte im Sexualmordprozess im südindischen Ernakulam wurde verurteilt. (Symbolbild)
Der Angeklagte im Sexualmordprozess im südindischen Ernakulam wurde verurteilt. (Symbolbild)  © 123RF

Ernakulam - Rund eineinhalb Jahre nach dem aufsehenerregenden Sexualmord an einer Studentin in Südindien ist der Täter verurteilt worden.

Ein Gericht im Bundesstaat Kerala erklärte am Dienstag einen 23-jährigen Wanderarbeiter der Vergewaltigung und des Mordes für schuldig, wie Staatsanwalt K Satish auf Nachfrage mitteilte. Dem Verurteilten droht die Todesstrafe.

Der Fall hatte im vergangenen Jahr heftige Proteste ausgelöst: Hunderte Demonstranten warfen den Behörden vor, bei der Aufklärung zu langsam vorzugehen, weil das Opfer der niedrigsten Stufe des hinduistischen Kastensystems - den früher "Unberührbare" genannten Dalits - angehörte. Die 30-jährige Studentin war im April 2016 mit Dutzenden Messerstichen getötet worden.

In Indien kommt es immer wieder zu brutalen sexuellen Übergriffen auf Frauen, und das Justizsystem arbeitet notorisch langsam.

Ein öffentlicher Aufschrei nach der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer Studentin in der Hauptstadt Neu Delhi vor fünf Jahren führte allerdings zu einer Verschärfung der Gesetze, einige Vergewaltigungsprozesse wurden beschleunigt.


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