Erneut Tumulte vor Asylheim in Einsiedel

Polizisten drängen Asylgegner in Einsiedel von der Straße.
Polizisten drängen Asylgegner in Einsiedel von der Straße.

Einsiedel – In Einsiedel ist es am Donnerstagmittag erneut zu Tumulten gekommen.

Demonstranten hatten versucht, die Straße zur Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Pionierlager zu blockieren. Dort werden im Laufe des Tages mehrere Busse mit weiteren 169 Flüchtlingen erwartet.

Dabei handelt es sich um Familien mit Kindern aus Syrien und Afghanistan. Sie kommen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen in Chemnitz und Schneeberg.

Die Polizei, die mit 400 Beamten im Einsatz war, musste die Demonstranten von der Straße drängen. Dabei wurden offenbar auch Platzverweise ausgesprochen. Die Flüchtlingsgegner hielten zudem Schilder in arabischer Sprache hoch. Darauf stand sinngemäß: "Haut ab" und "Wir würden es herzlich begrüßen, wenn ihr wieder geht!"

In Einsiedel wird seit Anfang Oktober regelmäßig gegen die Flüchtlingsunterkunft demonstriert. Bei der Ankunft der ersten 40 Asylbewerber am Dienstag versuchten bereits einige Unterkunftsgegner vergeblich, die Zufahrt zum Heim zu blockieren.

Am Mittwochabend gab es vorm Rathaus eine Kundgebung mit anschließendem Schweigemarsch durch den Stadtteil. Um die 500 Menschen hatten sich dabei versammelt.

Demonstranten halten Schilder in arabischer Sprache hoch.
Demonstranten halten Schilder in arabischer Sprache hoch.
Die Bereitschaftspolizei war mit Hunderten Beamten und Fahrzeugen vor Ort.
Die Bereitschaftspolizei war mit Hunderten Beamten und Fahrzeugen vor Ort.
Bei den Flüchtlingen, die in Einsiedel einziehen, handelt es sich vor allem um Familien.
Bei den Flüchtlingen, die in Einsiedel einziehen, handelt es sich vor allem um Familien.

Fotos: Uwe Meinhold


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