Mutter setzte Neugeborenes in Gütersloh aus

Der Prozess gegen die Frau, die ihr Baby aussetzte, wird neu aufgerollt.
Der Prozess gegen die Frau, die ihr Baby aussetzte, wird neu aufgerollt.

Bielefeld - Vor dem Bielefelder Landgericht muss sich am Montag zum zweiten Mal eine Frau verantworten, die im Juni 2015 ihr neugeborenes Kind in Gütersloh ausgesetzt hatte.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hatte das erste Urteil aufgehoben, nachdem die 40-jährige Frau im Vorfeld wegen des versuchten Totschlags zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden war.

Das Baby hatte nur mit Glück überlebt, weil eine Frau das Wimmern des Kindes hörte und den Notarzt alarmierte.

Erst nach einige Wochen konnte die Polizei die Mutter, eine Vertragsarbeiterin aus Rumänien, ausfindig machen.

Laut des WDR gab sie zu Protokoll, Panik gehabt zu haben, aber das Kind nicht töten zu wollen.

Während des ersten Prozesses glaubten ihr die Richter nicht und verurteilten sie. Daraufhin ging die Angeklagte gegen das Urteil vor.

UPDATE, 16 Uhr: Das Landgericht Bielefeld korrigierte das Strafmaß am Montag von vier Jahren auf dreieinhalb Jahre Freiheitsstrafe. Ein Gutachter diagnostizierte eine Wahrnehmungsstörung bei der mehrfachen Mutter, die ihre Schuldfähigkeit mindere.


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