Ernste Gefahr? Bundesumweltamt untersucht Trinkwasser

Sylvia Renz (l.) und Tamara Grummt untersuchen im Umweltbundesamt in Bad Elster die Auswirkungen von Mikroplastik am Mikroskop.
Sylvia Renz (l.) und Tamara Grummt untersuchen im Umweltbundesamt in Bad Elster die Auswirkungen von Mikroplastik am Mikroskop.  © Katrin Mädler/dpa

Bad Elster - Die Teilchen sind winzig. Sind die trotzdem gefährlich? Das Bundesumweltamt in Bad Elster untersucht die Auswirkung von Mikroplastik im Trinkwasser auf den Menschen.

Seit 2016 läuft das Forschungsprojekt zu Mikroplastik im Wasserkreislauf. Es endet im Februar 2019. Ein Zwischenergebnis lässt aufhorchen: Mikroplastik kann Störungen in menschlichen Zellen verursachen.

"Wir konnten nachweisen, dass die Partikel von den Zellen aufgenommen werden, sich dazwischen anreichern und die Kommunikation stören", sagt Tamara Grummt. Sie leitet in Bad Elster die Abteilung "Toxikologie des Trink- und Badebeckenwassers", forscht seit Jahrzehnten auf dem Gebiet.

Sie warnt vor Hysterie: "Das Trinkwasser hat sich im Laufe der Jahre nicht verschlechtert. Aber es kommen neue Spurenstoffe dazu wie Arzneimittelreste oder auch Mikroplastik, die wir bewerten müssen."

Plastikabfälle sind ein weltweites Problem. Tüten und Flaschen verschmutzen die Kontinente und schwimmen in den Meeren. Zersetzen sie sich mit der Zeit, entsteht Mikroplastik.

Die Kleinstteile gelangen aber auch durch Haushaltsprodukte wie Kosmetika in den Wasserkreislauf.


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