Erpresst ein Windradbetreiber Lokalpolitiker in Borchen?

Weil sie gegen solche Anlagen vorgingen, drohte WestfalenWind damit, die Politiker privat zur Kasse zu bitten. (Symbolfoto: dpa)
Weil sie gegen solche Anlagen vorgingen, drohte WestfalenWind damit, die Politiker privat zur Kasse zu bitten. (Symbolfoto: dpa)  © DPA

Borchen - Weil der Stadtrat von Borchen gegen den Bau von Windparks klagt, droht das Unternehmen WestfalenWind damit, die Politiker privat in Haftung zu nehmen.

Eine solche Einmischung untersucht jetzt die Staatsanwaltschaft Paderborn, schreibt die Neue Westfälische.

Weil die sanfte Methode - die Einrichtung einer Bürger- und Energiestiftung zugunsten lokaler Vereine - die Politiker nicht beeindruckte, droht die Firma mit 9 Millionen Euro Schadensersatz.

In einer Pressemitteilung kündigte sie auch Regressansprüche gegen die Ratsmitglieder an. Die CDU knickte bereits ein und beantragte, die Klage zurückzuziehen.

Hintergrund: WestfalenWind will sieben Windkraftanlagen in Etteln und drei in Dörenhagen errichten. Der Kreis hat bereits zugestimmt, aber der Stadtrat nicht.

Bürgermeister Reiner Allerdissen forderte jetzt die Staatsanwaltschaft Paderborn auf, den Vorgang auf strafrechtliche Relevanz zu prüfen.


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