Mit diesen Fotos sucht die Polizei den mutmaßlichen Gifterpresser

Dies soll der mutmaßliche Supermarkt-Erpresser sein, der am 28.09.2017 drohte Lebensmittel zu vergiften. (Archivbild)
Dies soll der mutmaßliche Supermarkt-Erpresser sein, der am 28.09.2017 drohte Lebensmittel zu vergiften. (Archivbild)

Stuttgart/Konstanz - Ist er der Gifterpresser? Mit einem Foto fahndet die Polizei jetzt nach einem Unbekannten, der mehrere Lebensmittel- und Drogieriekonzerne erpresst hat. (TAG24 berichtete.) Das erklärte sie auf einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag.

"Wir wissen nicht, ob wir es mit einem oder mehreren unbekannten Tätern zu tun haben", sagte der stellvertretende Konstanzer Polizeipräsident Uwe Stürmer auf der Konferenz in Konstanz.

Er betonte jedoch, dass die Polizei die Drohung des Unbekannten, Produkte in Lebensmittel- und Drogeriemärkten zu vergiften, sehr ernst nehme. Zumal der Fall sowohl nationale als auch internationale Konzerne betrifft und die Gefahr somit europaweit bestehe. Der Mann fordert mehrere Millionen.

Die Bevölkerung riefen die Behörden zur Mithilfe auf. Während der Pressekonferenz veröffnetlichten sie Bildmaterial, das den mutmaßlichen Erpresser zeigt. Stürmer beschrieb den Mann mit den Worten: "Circa 50 Jahr alt, mittelgroß, schlank, mit Brille. Möglicherweise zur Tarnung." Zudem ist auf dem Foto zu sehen, wie der Verdächtige mit einer weißgrauen Mütze bekleidet ist.

Petra Mock vom baden-württembergischen Verbraucherschutzministerium ging auf Fragen zur Beschaffenheit des Giftes ein. Demnach handele es sich um Ethylenglycol. Dieser sei in den präparierten Babynahrungs-Gläsern gefunden worden, die gefunden wurden.

Das Gift schmecke süßlich, 30 Milliliter seien für Erwachsene gesundheitsgefährdend, für Kleinkinder gelten entsprechend geringere Mengen. Verbraucher sollen besonders auf Beschädigungen der Umverpackungen oder das Fehlen des Unterdrucks (besonders bei Glasverpackungen mit Schraubverschluss) achten. Ordnungsgemäß verschlossene Gläser weisen üblicherweise eine Wölbung nach innen auf, beim Öffnen ist ein Knackgeräusch zu hören.

Uwe Stürmer betonte, dass nach derzeitigem Stand kein Anlass zu Panik oder Hysterie bestehe. Alle ausgebrachten Produkte seien sichergestellt worden.

Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Verdächtigen unter Tel. 07531/9953434.


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