Erste Auftritt: So geht es Frank Zander zwei Wochen nach der Krebs-OP

Seine witzigen und einfallsreichen Lieder tragen zur facettenreichen deutschen Musikkultur bei.
Seine witzigen und einfallsreichen Lieder tragen zur facettenreichen deutschen Musikkultur bei.  © DPA

Werl/Berlin - Als wäre nie etwas gewesen: Zwei Wochen nach seiner Krebs-OP ist Frank Zander (75) wieder gut aufgelegt und fast ganz der Alte. Bei seinem ersten Auftritt im westfälischen Werl machte er eine gute Figur, doch ein Andenken an die Krankheit muss er noch eine Zeit mit sich tragen, wie die BILD berichtet.

In der Promi-Galerie Walentowski eröffnete der Berliner seine eigene Ausstellung und reiht sich damit in die Riege der Maler, wie Otto Waakles (69) oder Udo Lindenberg (71), ein. Mit einem Unterschied: "Ich kann es aber besser als die beiden", witzelte der Musiker.

Doch das Zander überhaupt noch Lachen kann, verdankt er seiner Frau Eva (68). "Ich habe sein Leben gerettet, weil ich ihn zum Arzt geschickt habe. Männer sind doch Feiglinge – übers Höschen spricht man nicht."

Die Schock-Diagnose Krebs hat dem 75-Jährigen die Augen geöffnet. Er will anderen Männern Mut machen. "Ich habe eine gewisse Vorbild-Wirkung und sage deshalb ganz klar allen Männern: Geht zum Arzt, macht die Vorsorge-Untersuchung! Seid nicht so feige", so Zander zur BILD.

Auch wenn Zander auf dem Weg der Besserung ist, die Zeit nach der OP ist ihm besonders schwer gefallen: "Windeln will keiner", sagt er. "Aber am Anfang geht es nun mal nicht ohne." Befürchtungen, seine Libido könnte unter dem Eingriff leiden, bestätigten sich nicht. "Eine Erektion kann ich immer noch bekommen."

Doch wer glaubt, eine lebensbedrohliche Krankheit wirft den "Kurt" aus der Bahn, wird eines Besseren belehrt. "Meine Therapie sind meine Pläne: Filme gucken, Gitarre spielen, die Modelleisenbahn – und meine Obdachlosen kann ich ja auch nicht alleinlassen", erklärt Zander.


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