Erste Tests: Mit iPads gegen Papierflut im Rathaus

Stadträtin Anke Wagner (34, CDU) bei der Arbeit mit der neuen Stadtrats-App.
Stadträtin Anke Wagner (34, CDU) bei der Arbeit mit der neuen Stadtrats-App.

Von Dirk Hein

Dresden - Die 70 Mitglieder des Dresdner Stadtrates und ihre Mitarbeiter rüsten im Sommer auf. Statt Abertausende Seiten Papier sollen sie künftig neue Computer-Tablets und die darauf gespeicherten digitalen Akten durchstöbern.

Jedes Jahr verbraucht der Stadtrat rund sieben Millionen Blatt Papier. Das soll künftig gespart werden. In einer Testphase proben 15 Stadträte und Mitarbeiter jetzt die digitale Stadtratsarbeit. Sie sollen den Entwicklern der Anwendung (App) Tipps und Hinweise geben.

Anke Wagner (34, CDU) ist eine der ersten Testerinnen: „Mein erster Eindruck ist gut. Die Vorlagen lassen sich einfach suchen und lesen. Das Markieren mit dem Finger ist etwas gewöhnungsbedürftig“, so die CDU-Stadträtin. Ihr FDP-Kollege Jens Genschmar (45) gehört ebenfalls zu den Testern: „Dateien lassen sich von mehreren Kollegen bearbeiten, das erleichtert die Arbeit enorm.“ Wer ein Smartphone habe, komme auch mit der Wisch-Technik auf dem Display klar.

Prof. Michael Breidung vom städtischen IT-Eigenbetrieb ist für die Stadtrats-App verantwortlich: „Das Projekt ist im Prinzip kostendeckend. Das gesparte Geld für Papier stecken wir in die Geräte und die Entwicklung.“ Nach drei Monaten soll die Testphase beendet sein. Für gelangweilte Stadträte gibt’s auch ein bisschen Spaß: Die Spiele auf dem ausgehändigten Gerät sind nicht gesperrt.

Foto: Steffen Füssel


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