Seit heute Waffenverbotszone: Das muss man nun auf der Eisenbahnstraße beachten

Leipzig - Das Gebiet rund um die Leipziger Eisenbahnstraße ist eine der kriminellen Hochburgen in Sachsen. Am Montag (14 Uhr) werden große Teile des Viertels zur ersten Waffenverbotszone im Freistaat erklärt.

Ab 5. November 2018 wird die Magistrale zur ersten Waffenverbotszone in Sachsen.
Ab 5. November 2018 wird die Magistrale zur ersten Waffenverbotszone in Sachsen.  © DPA

Dann ist es verboten, Messer, Schraubendreher, Hämmer, Äxte, Beile, Schlagstöcke, Baseballschläger, Reizgas oder Schreckschusspistolen zu tragen (TAG24 berichtete). Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 10.000 Euro.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU), Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und der Polizeipräsident der Messestadt Bernd Merbitz wollen ein Schild enthüllen, das den Verbotsbereich markiert.

Im November 2017 hatte der damalige Innenminister Markus Ulbig (CDU) angekündigt, dass Anfang 2018 rund um die Eisenbahnstraße eine Waffenverbotszone eingerichtet werden solle. Die Umsetzung ließ dann aber auf sich warten. In einer Waffenverbotszone kann die Polizei verdachtsunabhängige Kontrollen vornehmen. Anwohner und Handwerker können Ausnahmen beantragen, müssen gefährliche Gegenstände aber verschlossen aufbewahren.

Derartige Verbotszonen sind bereits in Hamburg, Bremen und Kiel eingerichtet worden. In Chemnitz ist nach der tödlichen Messerattacke vom August und den folgenden Ausschreitungen ein weitere Waffenverbotszone im Gespräch. Nach Angaben des Innenministeriums ist bislang aber noch kein weiterer Antrag einer Kommune zur Errichtung einer Waffenverbotszone eingereicht worden.

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