Eiserne Aufstiegs-Angst? Union startet in die Woche der Wahrheit!

Berlin - Nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden bei Greuther Fürth kritisierte Unions Trainer Urs Fischer seine Mannschaft erstmals deutlich. Außer Rafal Gikiewicz erreichte keiner der Eisernen ansatzweise seine Normalform. Und das vor dem so wichtigen Aufstiegs-Kracher gegen den Hamburger SV.

Innenverteidiger Nicolai Rapp sah gegen Greuther Fürth die rote Karte und wird gegen den Hamburger SV fehlen.
Innenverteidiger Nicolai Rapp sah gegen Greuther Fürth die rote Karte und wird gegen den Hamburger SV fehlen.  © DPA

Als der Schlusspfiff im Fürther Sportpark Ronhof ertönte, blickte der sichtlich frustrierte Urs Fischer in bedröppelte Gesichter seiner Spieler.

Wieder kein Sieg, wieder keine gute Leistung und wiedermal Glück, dass die Köpenicker wenigstens einen Punkt nach Berlin mitnehmen konnten.

Spielerisch war der Auftritt in Franken sicherlich einer der schlechtesten der Saison und wurde mit dem Verlust des Relegationsplatzes bestraft.

"Es ist #Ostern und wir suchen seit Wochen unsere #eier", resümierte ein Fan auf Twitter die Abwärts-Spirale durchaus passend.

Äußerst bedient schien auch der sonst so besonnene Coach. Die anschließende Spiel-Einschätzung auf der PK klang erstmals harsch, deutlich und stellte die Charakteristik einer kleinen Abrechnung dar.

"Ich bin heute sehr enttäuscht. Wir hatten in keiner Phase Zugriff im Spiel, alle Dinge, die wir uns unter der Woche vorgenommen hatten, konnten wir nicht zeigen. Viele andere Spieler kamen heute aber nicht auf ihr Niveau, deshalb müssen wir mit dem Punkt leben", bewertete der frustrierte Schweizer.

Trainer Urs Fischer (l.) kritisierte seine Spieler nach dem Fürth-Spiel erstmals öffentlich.
Trainer Urs Fischer (l.) kritisierte seine Spieler nach dem Fürth-Spiel erstmals öffentlich.  © DPA

Anders als in den letzten Wochen äußerte Fischer öffentliche Kritik an seinen Schützlingen. Absicht oder die logische Konsequenz nach einer enttäuschenden Leistung?

Der eiserne Anhang macht sich Sorgen! Ein Twitter-User nimmt es mit Galgenhumor: "Niemand hat die Absicht, in die 1. Bundesliga aufzusteigen."

Gerade vor dem wichtigen Aufstiegs-Kracher gegen den Hamburger SV sollen die Trainings-Tage optimal genutzt werden, um die Köpfe frei zu bekommen.

Fischer muss in der "Woche der Wahrheit" seinen Spielern wieder das Sieger-Gen implizieren, denn sonst droht das Worst-Case-Szenario.

Bei einer Niederlage gegen den HSV und einem möglichen Heimsieg der drittplatzierten Paderborner droht den Köpenickern ein 4-Punkte-Abstand auf den anvisierten Relegationsplatz.

Bei dann noch drei ausstehenden Spielen wäre der Rückstand für den 1. FCU nur schwer einzuholen.

Wenn das Spitzenspiel zugunsten der Berliner ausgeht, stünde man vor dem HSV und wäre mindestens Dritter, möglicher Zweiter, gleichbedeutend mit dem direkten Aufstiegsplatz. Egal welche möglichen Szenarien durchgespielt werden, fest steht, die Partie am Sonntag wird der eiserne Wegweiser für Unions Zukunft sein.

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