Erster Waldfriedhof mit Urnenbestattungen

Im Frühjahr soll es in Falken losgehen - wenn der Landkreis den Antrag genehmigt.
Im Frühjahr soll es in Falken losgehen - wenn der Landkreis den Antrag genehmigt.

Von Bernd Rippert

Callenberg/Zwickau - Zurück zur Natur ist im Ortsteil Falken bald keine leere Phrase mehr. Im Eichenwald nahe dem Sportplatz entsteht der erste Waldfriedhof mit Urnenbestattung unter Bäumen.

Ähnliche Pläne für Naturbestattungen gibt es auch in Zwickau und Langenweißbach.

Im Frühjahr soll es in Falken losgehen - wenn der Landkreis den Antrag genehmigt. Bürgermeister Daniel Röthig (CDU) findet die Idee klasse und könnte sich nach dem eigenen Ableben einen Platz unter Eichen vorstellen: „Aber mit 36 Jahren gehöre ich nicht zu den Ersten.“

Der 13 Hektar große Forst gehört Franz Freiherr von Rotenhan (28) aus Oberfranken: „Das Angebot richtet sich an Menschen, die sich der Natur verbunden fühlen.“

Die Waldbestattung wäre für die Angehörigen eher günstig - 500 bis 800 Euro für 20 Jahre. Je nach Lage und Baumgröße. An der Eiche sollen kleine Blechplatten an den Inhaber der Urne unter den Wurzeln erinnern.

Daniel Röthig glaubt an einen Ansturm auf den Waldfriedhof. „Der nächste Friedwald befindet sich bei Leipzig.“ Auch die Kirche sei einverstanden.

Noch nicht ganz so weit sind die Ideen in Langenweißbach. Hier plant die Friedwald GmbH mit Gemeinde und Forstverwaltung Prinz zu Schönberg-Hartenstein einen Bestattungsort in einem 30 Hektar großen Laubwald - mit Blick aufs Erzgebirge. In Zwickau soll der kaum noch genutzte Pölbitzer Friedhof ab 2017 Baumbestattungen ermöglichen.

Fotos: dpa/Britta Pedersen


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