Erstes Urteil im Mafia-Prozess: Das ist die Strafe!

Konstanz – Der erste von neun Angeklagten im sogenannten Mafiaprozess in Konstanz ist verurteilt worden - er bekam eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten.

Das Landgericht Konstanz verurteilt den ersten Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe.
Das Landgericht Konstanz verurteilt den ersten Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe.  © DPA

Der 42-Jährige wurde am Mittwoch vor dem Landgericht wegen Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln und Drogenbesitzes schuldig gesprochen, wie eine Sprecherin des Gerichts am Donnerstag mitteilte.

Einen Tag zuvor war sein Verfahren abgetrennt worden. Er hatte eingeräumt, für seinen ebenfalls angeklagten Cousin 30 Kilogramm Marihuana in seinem Keller gelagert zu haben. Es war das erste Mal, dass sich einer der Männer persönlich zu den Tatvorwürfen äußerte.

Ob mit der Aussicht auf ein mildes Urteil weitere Geständnisse folgen, könnte sich am Dienstag herausstellen - dann ist der nächste der mehr als 60 Verhandlungstage angesetzt.

In dem Prozess, der aus Platzmangel in eine ehemalige Firmenkantine verlegt worden war, müssen sich noch acht Männer unter anderem wegen des Vorwurfs des bandenmäßigen Drogenhandels verantworten.

Bei allen wird ein Bezug zu den Mafia-Organisationen Cosa Nostra und 'Ndrangheta vermutet.

Die Hände in Handschellen von vier der insgesamt neun Angeklagten. (Archiv)
Die Hände in Handschellen von vier der insgesamt neun Angeklagten. (Archiv)  © DPA

Titelfoto: DPA

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