Heiß-trockener Sommer versaut die Erdbeer-Ernte

Erxleben - Wegen der langanhaltenden Wärme und Trockenheit läuft die diesjährige Erdbeerernte in Sachsen-Anhalt schlecht.

Wer das süße Obst liebt, sollte jetzt noch schnell Erdbeeren pflücken gehen. Die Ernte fällt dieses Jahr allerdings mager aus.
Wer das süße Obst liebt, sollte jetzt noch schnell Erdbeeren pflücken gehen. Die Ernte fällt dieses Jahr allerdings mager aus.  © DPA

"Ganz zufrieden sind wir nicht", sagte Udo Jentzsch, Geschäftsführer vom Landesverband Sächsisches Obst. Die Saison liege bereits in den letzten Zügen. Zwar könne noch schätzungsweise bis Mitte Juli geerntet werden. Das gelte aber vor allem für höherliegende Regionen wie den Harz und spät reifende Sorten wie die Malwina.

Insgesamt sei die Saison sehr kurz gewesen, sagte Jentzsch. Grund dafür seien die vielen heißen Tage und die anhaltende Sonne. Dadurch seien die Böden ausgetrocknet. Auf einigen Feldern, die nicht automatisch bewässert werden können, seien die Pflanzen deswegen schon früh verdorrt.

Auch mit der Qualität der Früchte ist der Verband nicht zufrieden. Außerdem seien wegen eines Überangebots die Preise eingebrochen, erklärte Jentzsch. Denn während es noch Restbestände aus dem Süden gab, waren hierzulande viele Sorten zur gleichen Zeit reif.

Das berichtete auch Kornelia Gummert von Erdbeer-Gummert. In der Börde betreibt das Unternehmen sechs Plantagen. Trotz des langen, kalten Frühjahrs habe die Ernte dort früh begonnen. Beeren der frühen und mittleren Sorten seien alle auf einmal gereift. Dadurch kamen die Mitarbeiter mit dem Pflücken nicht hinter. "Auch im Freiland konnten wir nicht alles ernten", so Gummert.

Allerdings habe es im Gegensatz zum Vorjahr keinen Nachtfrost gegeben. Deswegen starben keine Pflanzen, der Absatz sei insgesamt gut gewesen. Besondere, erst im Mai auf ein Wartebeet gepflanzte Beeren, könnten zudem noch bis Ende August geerntet werden, schätzte Gummert.

Für andere Erzeuger ist die Saison hingegen schon vorüber. Der Betrieb Erdbeeren-Funck beispielsweise musste die Felder zum Selberpflücken bei Dessau-Roßlau und Naumburg bereits wegen Trockenheit schließen.


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