Lebensgefahr! Feuerwehr warnt vor gefrorenen Teichen und Seen

Annaberg-Buchholz - Die stille Gefahr lauert aktuell im Erzgebirge. Bei Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt am Tag und Minusgraden in der Nacht sind die Teiche und Seen nun leicht zugefroren.

Ein Teich zugefrorener Teich im Erzgebirge: Doch die Eisdecke ist nur wenige Zentimeter dick. Eine tödliche Falle.
Ein Teich zugefrorener Teich im Erzgebirge: Doch die Eisdecke ist nur wenige Zentimeter dick. Eine tödliche Falle.  © André März

Viele nutzen dann die Gelegenheit, um auf den zugefrorenen Gewässern eine Runde Schlittschuh zu laufen. Doch das kann aktuell lebensgefährlich sein!

"Denn trotz der aktuellen Minusgrade sind viele Eisflächen zu dünn, es droht Einbruch", erklärt Hermann Schreck, Vizepräsident vom Deutschen Feuerwehr Verband (DFV).

Besonders gefährdet sind laut Feuerwehr Kinder: Sie lassen sich schnell vom glitzernden Eis verleiten. Deshalb sei es laut Feuerwehr besonders wichtig, mit Kindern über die Gefahr zu sprechen.

Außerdem sollte ohnehin nur auf offiziell ausgewiesenen Stellen Schlittschuh gelaufen werden.

Doch was, wenn Ihr wirklich einbrechen solltet?

Die Feuerwehr warnt aktuell vor zugefrorenen Gewässern.
Die Feuerwehr warnt aktuell vor zugefrorenen Gewässern.  © André März

Das Wasser ist eiskalt, knapp über dem Gefrierpunkt. Auf der Haut fühlt sich das kalte Wasser wie tausende Nadelstiche an. Dann muss schnell gehandelt werden, ansonsten droht in kürzester Zeit der Tod: "Innerhalb weniger Minuten in rund vier Grad kaltem Wasser erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter", erläutert Schreck.

Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder sich auf das Eis zu ziehen. "Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen", rät der Experte.

Besonders wichtig: Wenn ihr jemanden seht, der durch das Eis gebrochen ist, bringt Euch nicht selbst in Gefahr! Auf jeden Fall sollte man sich sichern. Egal ob mit Leinen, Schwimmwesten oder einem Rettungsring. Solltet Ihr Euch auf das Eis wagen, um jemanden zu retten, sollte das Gewicht verteilt werden.

Heißt: flach auf das Eis legen, am besten mit einer Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger). Außerdem können die Hilfsmittel der eingebrochenen Person zugeschoben werden, diese kann sich daran dann herausziehen.

"Gerettete Personen sollten anschließend in eine warme Decke oder Jacke eingehüllt werden. Ein warmer Tee ist auch nicht verkehrt", rät die Feuerwehr.

Aber damit es gar nicht erst soweit kommt, sollten aktuell gar keine Seen und Teiche betreten werden.

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