Aue-Abwehrmann Kalig überzeugt im Spiel gegen den VfB Stuttgart als Libero

Aue - Hat der Libero im modernen Fußball mittlerweile ausgedient? Mitnichten! Der FC Erzgebirge hat es gegen den VfB Stuttgart (0:0) eindrucksvoll vorgemacht. Fabian Kalig gab gegen die spielstarken Schwaben einen bärenstarken Libero.

Perfekter Zweikampf! FCE-Abwehrmann Fabia Kalig (h.) spitzelt Stuttgarts Nicolas Gonzalez den Ball vom Fuß.
Perfekter Zweikampf! FCE-Abwehrmann Fabia Kalig (h.) spitzelt Stuttgarts Nicolas Gonzalez den Ball vom Fuß.  © imago images/Cathrin Müller

Interimscoach Marc Hensel setzte "Foxer" gegen den Bundesliga-Absteiger in seinem taktischen Konzept, das ein 5-4-1 vorsah, im Abwehrzentrum ein. Lange fackeln musste er nicht.

"Die Idee ist sofort dagewesen. 'Foxer' tut dem Team mit seiner Mentalität absolut gut", erklärte Hensel bevor er fortfuhr:

"Die Mittelposition hatte er in der Form noch nicht gespielt, weil dort bisher Steve Breitkreuz oder Dominik Wydra zum Einsatz kamen.

Fabian Kalig, der Libero. Dem 26-Jährigen kommt diese Rolle entgegen und er hofft, dass das jetzt auch jeder im "Kumpelverein" registriert hat.

"Ich wusste schon immer, dass ich diese Position spielen kann und habe mich gewundert, dass ich dort noch nie eingesetzt wurde", meint der Abwehrmann mit breiter Brust:

"Ich habe gezeigt, dass es eine gute Entscheidung von Marc war, mich dort spielen zu lassen."

Schon immer sehr bissig und aggressiv im Kampf Mann gegen Mann: Fabian Kalig (l., hier gegen HSV-Star Bakery Jatta.
Schon immer sehr bissig und aggressiv im Kampf Mann gegen Mann: Fabian Kalig (l., hier gegen HSV-Star Bakery Jatta.  © picture point/Sven Sonntag

Daran gibt es nix zu deuteln. Die Defensive mit Kalig in der Mitte stand gegen den VfB wie eine Betonwand. Jeder Angriff prallte daran ab.

So sehr sich der Bundesligaabsteiger den Ball auch hin und her schob, verzweifelt die eine Lücke suchte, er fand einfach kein Durchkommen.

Für Daniel Didavi und Co. war am Auer Strafraum stets Schicht im Schacht.

"Der Schlüssel war, wie wir es verteidigt haben. Die tiefen Laufwege haben wir alle aufgenommen, standen immer eng am Mann dran und haben dadurch wenig Raum gelassen", so Kalig.

Stuttgart machte das kirre. "Die wussten nicht, was sie mit unserer Formation anfangen sollten", meint der designierte Libero.

Das und die unabdingbare Disziplin im Spiel gegen den Ball waren für die Erzgebirger ein Faustpfand. Wenn du so tief stehst, muss das funktionieren", meint Kalig. Bestenfalls trifft das auch übermorgen in Kiel zu. Mit Kalig im Abwehrzentrum?

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