"HaaSV" ist heute Trumpf! Daniel im Aue-Kasten will Hamburg stoppen

Aue - "HaaSV" heißt es heute im Erzgebirge: Daniel Haas wird gegen Hamburg im Auer Kasten stehen, zum zweiten Mal in dieser Saison.

Aues Keeper Martin Männel fällt mit einer Knieverletzung gegen den Hamburger SV aus.
Aues Keeper Martin Männel fällt mit einer Knieverletzung gegen den Hamburger SV aus.  © DPA

Der 35-Jährige ist bereit, leidet aber auch mit seinem Kapitän: "Für Martin tut es mir unendlich leid, dass er ausgerechnet dieses Spiel verpasst", so der Keeper. Haas will ihn würdig vertreten.

Er bekommt von allen Seiten Unterstützung. Trainer Daniel Meyer vermeldet, dass "er absolut keine Bauschmerzen" hat, im Gegenteil:

"Daniel ist eine Maschine. Wenn er durch den Strafraum fliegt, würde ich lieber drei Schritte zur Seite gehen."

Das Körperliche ist in der Tat das große Plus des Torhüters. 1,87 Meter groß, 89 Kilo schwer, muskelbepackt - eine Zehnkämpfer-Statur.

"Es schadet nie, wenn du ein bisschen mehr Physis mitbringst. Im Laufe meiner Karriere habe ich gelernt, dass es sich auszahlt, in diesem Bereich zu arbeiten", so Haas selbst.

Nun ist die Position der Nummer 2 immer etwas Besonderes. Sie spielt eher selten, muss aber immer sofort da sein, wenn es brennt. Und das macht es gerade im Erzgebirge.

Bei seinem Einsatz im August in Ingolstadt stand Daniel Haas (M.) nicht nur im Auer Kasten. Am Ende stürmte er mit, versuchte einen spektakulären Fallrückzieher. Leider umsonst, der FCE unterlag mit 2:3.
Bei seinem Einsatz im August in Ingolstadt stand Daniel Haas (M.) nicht nur im Auer Kasten. Am Ende stürmte er mit, versuchte einen spektakulären Fallrückzieher. Leider umsonst, der FCE unterlag mit 2:3.  © Imago

Männel verletzte sich in Heidenheim am Knie. Seit Mittwoch weiß Haas, dass er am Samstagmittag (13 Uhr) ran muss - wie in Ingolstadt Ende August.

"Da hat es sich erst am Spieltag entschieden. Aber im Grunde ändert sich für mich nichts. Ich muss mich immer so vorbereiten, als ob ich spiele."

Dabei hat er auch keine Rituale: "Ob ich den linken oder den rechten Handschuh zuerst anziehe oder mich vorher dreimal im Kreis drehe, ändert nichts am Spielverlauf. Das ist nicht entscheidend, ob ich gut oder schlecht spiele."

Seine Mitspieler und die Aue-Fans hoffen natürlich, dass Daniel einen Sahnetag erwischt. Der wird auch nötig sein, um die geballte HSV-Wucht zu bremsen. Nervös ist der Keeper deshalb aber nicht.

"Für mich ist jedes Spiel in der 2. Liga ein Privileg. Aber klar, Hamburg ist schon etwas Besonderes. Wir brauchen uns über die Motivation keine Gedanken zu machen."

Mit Hoffenheim absolvierte Haas in der Bundesliga zwei Heimspiele gegen Hamburg, er gewann beide. "HaaSV" ist also Trumpf heute!

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