Sieben Aue-Punkte aus den letzten drei Spielen: Leistungsexplosion in unruhigem Umfeld

Aue - 0:0 gegen Duisburg, 3:0 in Sandhausen, 2:1 gegen Paderborn. Die sieben Punkte aus den letzten drei Spielen haben Aue förmlich aus der Abstiegszone katapultiert.

FCE-Trainer Daniel Meyer (l.) umarmte Louis Samson, der für den verletzten Malcolm Cacutalua ins Spiel gekommen war.
FCE-Trainer Daniel Meyer (l.) umarmte Louis Samson, der für den verletzten Malcolm Cacutalua ins Spiel gekommen war.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Sportlich ist der FCE mit derzeit Platz zehn wieder absolut in der Spur. Das überrascht nach turbulenten Tagen rund um die Mannschaft.

Die Querelen rund um die Freistellung von Co-Trainer Robin Lenk mit beinahe täglichen neuen, aber unterschiedlichen Aussagen von Vereinsseite her, der Fan-Boykott gegen das Testspiel am 21. März bei RB Leipzig, die daraufhin erfolgte Absage einen Tag vor der Partie gegen Paderborn (TAG24 berichtete).

Das alles sorgte dafür, dass die Vorzeichen für das Spiel gegen den SCP unter keinem guten Stern standen. Doch wie die Mannschaft und Trainer Daniel Meyer darauf reagierten, war einfach nur überragend. Sie haben das alles nicht an sich herangelassen.

"Das war doch eine typische Aue-Woche", grinste Meyer zur Pressekonferenz.

"Die Probleme, das ist vielleicht auch ein bisschen Jammern auf hohem Niveau. Bei anderen Klubs mit einer anderen Strahlkraft gibt es noch schlimmere Themen. Wenn ich zu meinem Ex-Klub nach Köln gucke, ich glaube, die hätten unsere Probleme gerne. Von daher, es liegt nur an uns. Wir sind dafür verantwortlich, Woche für Woche zu liefern, Punkte zu holen. Das ist uns gegen Paderborn wieder gelungen."

Philipp Zulchner (l.) erzielt das 2:0 - am Ende reichte dieses Tor zum Sieg.
Philipp Zulchner (l.) erzielt das 2:0 - am Ende reichte dieses Tor zum Sieg.  © Frank Kruczynski

Bemerkenswerte Sätze und trotzdem bleibt zu sagen, Verein und Fans haben in den letzten Tagen kein gutes Bild abgegeben und für manches Kopfschütteln gesorgt, weil nie mit einer Stimme gesprochen wurde und sich der Klub das Heft des Handelns von seinen eigenen Fans aus der Hand nehmen ließ.

Der Fußball, das eigentliche Kerngeschäft, interessierte nur am Rande. Daher dachten gegen Paderborn viele eher an eine Klatsche als einen überzeugenden Auftritt.

Der kam aber - und alle zollten dem Team ihren Respekt. "Wir sind mittlerweile eine eingeschworene Truppe, wir sind total dicht beieinander. Wir konzentrieren uns auf die Spiele. Wir haben noch Ziele dieses Jahr, wir sind noch lange nicht fertig. Wir sind auch noch nicht durch, uns fehlen noch paar Punkte", so Meyer.

Wer die letzten Spiele gesehen hat, hat keine Befürchtungen mehr, dass da noch irgendwas schief geht. Zumindest sportlich läuft alles rund beim FC Erzgebirge.

Die Stimmung im Auer Team war nach dem Sieg gegen Paderborn natürlich prächtig.
Die Stimmung im Auer Team war nach dem Sieg gegen Paderborn natürlich prächtig.  © Imago

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