Vorm Ingolstadt-Spiel Aues Coach Meyer zieht die Zügel an!

Aue - Der erste Blick wird bei Trainer Daniel Meyer am Sonntagmorgen aus dem Fenster gehen. Schnee ist in Aue keiner vorhergesagt, dafür aber Belek-Verhältnisse: Regen und Sturm.

Die Auer Dennis Kempe (v.l.) und Clemens Fandrich im Duell mit Magdeburgs Charles Elie Laprevotte. Die Veilchen begannen stark. ließen aber schon nach 20 Minuten nach und wurden mit einer 0:1-Pleite bestraft. Das darf sich gegen Ingolstadt nicht wiederhol
Die Auer Dennis Kempe (v.l.) und Clemens Fandrich im Duell mit Magdeburgs Charles Elie Laprevotte. Die Veilchen begannen stark. ließen aber schon nach 20 Minuten nach und wurden mit einer 0:1-Pleite bestraft. Das darf sich gegen Ingolstadt nicht wiederhol  © picture point/Sven Sonntag

Mit dem Wasser kann er leben, mit dem heftigen Wind nicht. "Da ist mir zu viel Zufall dabei."

Und den braucht Meyer gegen den FC Ingolstadt 04 nicht - vor allem nicht auf der falschen Seite. Er will seinen Plan durchziehen, der den FC Erzgebirge zum Sieg führen soll.

Und wenn der Trainer über die Partie spricht, überwiegt nicht der sonst übliche Schalk in seinen Augen, das selbstbewusste Lächeln.

Nein, es ist die Anspannung, die volle Konzentration auf Ingolstadt.

Denn Meyer hat mitbekommen, dass sich seine Mannschaft nach den starken Spielen im Dezember und der sehr ordentlichen Vorbereitung etwas zu sicher gefühlt hat.

"Wir haben die Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung für beendet erklärt. Das haben wir bei Besprechungen gemacht, bevor es die Tabelle irgendwann tut", sagt er mit fester Stimme.

Vorbei mit Friede, Freude, Eierkuchen! Aues Coach Daniel Meyer (l.), hier im Gespräch mit FCE-Boss Helge Leonhardt, hat die Zügel wieder angezogen.
Vorbei mit Friede, Freude, Eierkuchen! Aues Coach Daniel Meyer (l.), hier im Gespräch mit FCE-Boss Helge Leonhardt, hat die Zügel wieder angezogen.  © picture point/Sven Sonntag

Der entscheidende Moment für seinen Satz war Magdeburg: "Wir kommen super rein ins Spiel. Aber so nach 20 Minuten lassen wir die Zügel schleifen." Und daher hat er sie angezogen.

Aber auch die Mannschaft hat wohl die Zeichen der Zeit erkannt. "Es hat in der Trainingswoche mal ordentlich gekracht. Da haben sich die Spieler mal die Meinung gesagt. Das war gut so", urteilt Meyer.

"Aus dem Selbstvertrauen, dass wir nach der guten Entwicklung der Hinrunde zu Recht haben, dürfen wir nicht die falschen Schlüsse ziehen, dürfen nicht denken, dass wir nur einen halben Schritt weniger machen dürfen."

In Magdeburg war das der Fall, gegen Ingolstadt soll sich das nicht wiederholen. "Das ist kein normaler Tabellenletzter, das muss uns klar sein. Wir müssen über unsere Grundtugenden kommen."

Und die sind der Kampf und der unbedingte Wille, das Spiel heute zu ziehen. Bei dem Wetter ist etwas anderes auch nicht möglich.

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