Aues Iyoha: Im Sprinttempo auf den Präsentierteller

Aue - Der Fluch der guten Taten, er könnte den FC Erzgebirge Aue schneller einholen als gedacht. Emmanuel Iyoha hat mehr als nur eingeschlagen.

Emmanuel Iyoha bei seinem Führungstreffer gegen Paderborn. Mit der Innenseite hat er den Ball in den Winkel gewuchtet.
Emmanuel Iyoha bei seinem Führungstreffer gegen Paderborn. Mit der Innenseite hat er den Ball in den Winkel gewuchtet.  © Imago

Gegen Paderborn war er an jeder entscheidenden Aktion beteiligt. Kaum vorstellbar, dass er über den Juni hinaus bleibt, schließlich ist er nur von Düsseldorf ausgeliehen.

Der 21-Jährige selbst scheint nicht abgeneigt zu sein, zumindest noch ein Jahr zu bleiben.

Als der Junge im Sommer im Österreich-Camp aufschlug und seine ersten Einheiten absolvierte, fiel der Glaube schwer, dass er so zünden würde.

Acht Monate später fällt es wiederum schwer zu glauben, dass er länger bleibt als bis zum 30. Juni.

Iyoha hat einen Sprung gemacht, den man selten sieht und "er ist noch lange nicht am Ende mit seiner Entwicklung, vor allem was seine Torabschlüsse betrifft", weiß Trainer Daniel Meyer.

Er freut sich natürlich über jeden Super-Auftritt wie am Sonnabend gegen Paderborn.

Doch Meyer bekommt natürlich auch mit, dass sein Sturmjuwel mit jedem Spiel wertvoller wird, sich immer mehr auf den Präsentierteller für andere Klubs spielt.

Daumen hoch! Emmanuel Iyoha hat sich in den letzten Wochen in der Vordergrund gespielt.
Daumen hoch! Emmanuel Iyoha hat sich in den letzten Wochen in der Vordergrund gespielt.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

"Wir werden alles versuchen, um ihn zu behalten. Vielleicht ist es sogar besser für ihn, wenn er noch ein Jahr lang 2. Liga bei uns spielt", so Meyer schon nach der Partie auf St. Pauli, wo "Emma" beide Tore von Jan Hochscheidt vorbereitete.

Chancen, so der Trainer, würden wohl nur bestehen, wenn Düsseldorf die Klasse hält. Danach sieht es derzeit aus. Also wird Aue alles in die Waagschale werfen, um Iyoha zu halten.

Er selbst fühlt sich in Aue wohl: "Ich hoffe, das sieht man auch auf dem Platz", grinst er. Da kann er sich sicher sein, das ist zu erkennen.

Mit seinen Sprints und Dribblings ist er nur schwer vom Ball zu trennen. Mittlerweile hat er sechs Vorlagen und drei Tore vorzuweisen.

Je einen Strich mehr in beiden Bilanzen konnte er gegen Paderborn hinzufügen. "Ich habe ein Superverhältnis zur Mannschaft und zum Trainerteam. Was im Sommer passiert, muss man sehen. Die Gespräche laufen gerade, da ist noch alles offen", sagt Iyoha selbst.

Zumindest viermal werden die Aue-Fans ihn im eigenen Stadion noch erleben.

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