Erstmals reicht Aue ein Hochscheidt-Treffer nicht zum Sieg

Aue - Jan Hochscheidt sorgte am Freitag in Kiel für zwei Premieren: Erstmals überhaupt traf er in drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen für den FC Erzgebirge Aue. Erstmals in dieser Saison reichte ein Treffer von ihm nicht zu einem Sieg.

Jan Hochscheidt (r.) sitzt geknickt auf dem Rasen. Die Reise nach Kiel war trotz seines Treffers ein sportlicher Rückschlag.
Jan Hochscheidt (r.) sitzt geknickt auf dem Rasen. Die Reise nach Kiel war trotz seines Treffers ein sportlicher Rückschlag.  © Imago

Er erzielte das zwischenzeitliche 1:2. Am Ende war das bei der 1:5-Packung nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Kein Auer traf im Jahr 2019 häufiger als Hochscheidt, der es mittlerweile auf sieben Saisontreffer bringt.

Auf St. Pauli schnürte er einen Doppelpack, in Sandhausen markierte er das 3:0, jetzt das 1:2. Der 31-Jährige erzielte somit die Hälfte aller Tore in diesem Kalenderjahr, wobei insgesamt acht Aue-Treffer in den acht Partien nicht das Gelbe vom Ei sind, in vier Spielen netzten die Veilchen gar nicht ein.

In Kiel endete die kleine Serie von drei Begegnungen ohne Niederlage. "Dass es so passiert, ist natürlich um so bitterer", sagte Hochscheidt.

"Kiel hat am Ende jedes Ding eiskalt genutzt, wir nicht. Wir hatten genügend Chancen, hätten die Partie länger offen halten können", ärgerte er sich.

Die Möglichkeiten waren in der Tat da. Pascal Testroet (36.) hätte vor der Pause das 2:2 machen können, als er sich super im Strafraum behauptete, statt aus acht Metern zu schießen aber den Rückpass wählte.

FCE-Keeper Martin Männel (l.) und Jan Hochscheidt diskutierten nach Spielschluss, woran es gelegen haben könnte.
FCE-Keeper Martin Männel (l.) und Jan Hochscheidt diskutierten nach Spielschluss, woran es gelegen haben könnte.  © Picture Point/S. Sonntag

Oder gleich nach dem 1:3. Da spielte ihm Hauke Wahl den Ball in den Fuß. "Paco" zog sofort ab und traf Kiels Keeper Dominik Reimann (57.), der 18 Meter vor seinem Tor stand, am Bein.

"Geht der rein, wird es vielleicht nochmal ein ganz anderes Spiel", haderte Aues Mittelfeldlenker.

"Wir haben fünf Stück gefangen, das sind vier minus. Wir haben uns unser gutes Torkonto zerstört. Was soll man sagen, lieber einmal hoch verlieren und in den nächsten Spielen wieder eine bessere Leistung zeigen und etwas mitnehmen", hofft Hochscheidt, dass er sich zusammen mit seinem Team in der Länderspielpause gut erholt und die richtigen Lehren aus der Kiel-Klatsche zieht.

Dann könnte er eine neue Serie starten, zum Beispiel das erste Mal in diesem Jahr daheim treffen.

Gegen Dresden wäre ein guter Zeitpunkt dafür. Und vielleicht reicht ein Hochscheidt-Treffer dann auch wieder zum Sieg.

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